VfB

Unwürdig

(vorab, dieser Blogbeitrag kann noch emotionale Spuren von gestern enthalten)

Die aoMV ist vorbei, die Fußballabteilung des VfB Stuttgart 1893 e.V. wird ausgegliedert. Es kam wie es dann doch mittlerweile zu erwarten war. Der VfB hat das was er wollte, es wurde abgestimmt, die Mehrheit hat entschieden.

Und trotzdem, es war ein unwürdiger Abend, ein unwürdiger Rahmen für eine so wichtige außerordentliche Mitgliederversammlung. Und dazu hat der VfB sehr viel beigetragen in den letzten Wochen. Die durch die Kampagne getragene Stimmung, dass alle die „dagegen“ sind, sich gegen den Erfolg stellen, diese Kampagne ist vollumfänglich aufgegangen.

Es war schön, dass so viele Personen da waren, auch wenn gute 3.000 Leute sich wohl nur direkt das Trikot, Essen und Trinken geholt haben. Von über 12.000 abstimmungsberechtigten Mitgliedern waren für DIE Abstimmung noch knapp über 9.000 da bzw. haben abgestimmt.

Im Vorfeld hatte der VfB ja großspurig angekündigt, dass das ja nicht so lange dauern würde. Da stellt man sich als Teilnehmer einer so wichtigen Veranstaltung natürlich auch drauf ein, das ist auch in Ordnung.

Begonnen hat das ganze mit einer an Peinlichkeit nicht zu überbietenden Feiershow der Mannschaft. Warum peinlich? Wir sollten eine der wichtigsten Entscheidungen in der Vereinsgeschichte abstimmen. Und dann fährt Laser ein Einpeitschprogramm mit VfB Fangesängen, mit Feieren von Trainer, Mannschaft und Schindelmeiser auf. Nur noch einmal zur Information, es war keine zweite Meisterfeier, es war eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Peinlich, unwürdig. Andere Worte fallen mir dafür nicht mehr ein.

Unregelmäßigkeiten in der Untertürkheimer Kurve bei den Abstimmungsgeräten – und ja lieber VfB, die gab es, bei etlichen Leuten hat nie das grüne Licht bei der ersten Abstimmung geleuchtet – wurden mit „das passt alles“ von der Bühne abgebügelt. Ein starkes Stück, wenn Leute in der Kurve waren, die genau das Gegenteil erlebt haben. Ein Service-Mitarbeiter meinte „da muss kein grünes Licht leuchten“, einer meinte „da muss unbedingt ein grünes Licht leuchten“. Ja, so schafft man Vertrauen in die Technik.

Über die Inhalte „oberes Tabellendrittel“ usw. in der Rede von Dietrich, auf die möchte ich gar nicht mehr eingehen. Es war das, was man natürlich gerne hört und was gut ankommt. Wer Erfolg nur lange genug propagiert, dem glauben das viele dann auch irgendwann.

Die Stimmung war dann auch schon so aufgeheizt, dass der erste Redner in der Aussprache, der sich erdreistete gegen die Ausgliederung zu sein, gnadenlos ausgepfiffen wurde. Zum Glück griff hier der VfB ein und ermöglichte allen Rednern ihre Redezeit zu erfüllen. Just in dem Moment, als Herr Dietrich dann schon ganz langsam etwas unruhig wurde kam zufällig ein Antrag über die Beendigung der Redebeiträge. Boris Bücheler, der als nächster Redner dran war, hat via Twitter geschrieben, dass die Haupttribüne vor Freude wie bei einem Tor aufgesprungen ist. Also, wie schon auf der letzten MV ein Abbruch der Redebeiträge. Klar, es wurde ja schon langsam spät, das Trikot war geholt, das kostenlose Bier getrunken und die kostenlose Rote gegessen – da muss man auch langsam mal heim. Wie schon bei der letzten MV fehlt mir das völlige Verständnis, warum man zu einer MV kommt um dann diese Beiträge abzuwürgen. Mein Verständnis von so einer Veranstaltung ist es einfach nicht. Auch nicht mein Verständnis von Demokratie, auch wenn es die Satzung zulässt, das eben so zu beendigen. Bleibt einfach zu Hause, wenn ihr kein Bock drauf habt, das auch mal über ein paar Stunden zu ertragen.

Natürlich ging der VfB nicht wirklich auf Fragen, z.B. von Magnus Missel ein, dieser wurde von Dietrich eigentlich nur schlecht geredet. Kein Bezug auf Inhalt, kein Bezug auf die Fragen. Ja, so geht man mit Kritik um, wenn man halt ein dünnes Fell hat, wie der Präsident des VfB Stuttgart.

Der VfB hat nun, das was er wollte und dazu eine verdammt hohe Verpflichtung und Verantwortung. Macht was draus.

Aber seid euch sicher, ich schau euch weiterhin auf die Finger – ganz ganz genau.

 

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VfB

1893 Wörter zur Ausgliederung.

Noch ein Artikel zur #aoMV, nochmal einer der meint er hat die Weisheit mit den berühmten Löffeln gegessen? Teil eins der Frage kann ich mit ja beantworten, Teil zwei kann ich mit nein beantworten. Natürlich habe ich auch nicht die Antwort auf alle Fragen, die die mögliche Ausgliederung des VfB Stuttgart betreffen und natürlich habe ich auch nicht die Patentlösung wie man es genau richtig macht, damit auch alle beim VfB zufrieden sind. Aber sind wir ehrlich die Lösung gibt es so oder so nicht.

Nach dem Aufstieg ist vor der #aoMV. Kaum hat der VfB das erste Großereignis in der Saison 2016/2017 hinter sich gebracht, steht schon das nächste – richtungsweisende – „Spiel“ an. Die vom VfB Stuttgart vorangetriebene außerordentliche Mitgliederversammlung, an der am Ende – aus Sicht des VfB – nur die Ausgliederung stehen kann und soll.

Es gab in den letzten Wochen viel böses Blut, was dieses Thema betrifft. Nicht nur zwischen VfB und Fans, sondern auch vor allem zwischen den Fans. Das ist ein sehr unschöner Nebeneffekt der ganzen Kampagne und meiner Meinung hat der VfB dazu auch einen sehr großen Teil beigetragen. Aktuell gibt es eigentlich nur zwei Gruppen „dafür“ oder „dagegen“. Wer aktuell nicht dafür ist wird gerne als „Erfolgsverweigerer“ bezeichnet, nicht vom Verein natürlich, aber vor allem von den anderen Fans, die nicht verstehen können, wie und warum man sich überhaupt gegen diese Summe von Daimler wehren kann. Die nicht verstehen können, dass man nicht jubelnd mit „ja“ stimmt, weil es wird ja danach alles besser.

Das wir diesen Zustand haben, ja dafür hat der VfB sehr viel getan. Aus Marketing-Sicht kann man sagen, der VfB bzw. die Agentur, die die Ausgliederungs-Kampagne betreibt, macht sehr sehr gute Arbeit. Verdiente Spieler werden zuerst auf den Facebook-Kanal von Dietrich und dann via VfB geschickt platziert. Das geht weiter bei der Wortwahl in den Aussagen, es ist eigentlich ein typischer Wahlkampf. Man bricht das ganze Konstrukt auf wichtige, einfach Aussagen runter. So wie bei Wahlen gerne „Wohlstand für alle“ oder „Freiheit. Familie.“ oder andere große Worte stehen, so ist es beim VfB ein „Ja zum Erfolg“ geworden. Nur eigentlich gehören zu einem Wahlkampf mehrere Parteien, die haben wir hier aber nicht. Bzw. die Gegenstimmen, die anderen Parteien, die andere Ansichten vertreten, müssen sich mühevoll Aufmerksamkeit und eine Stimme erarbeiten. Das geht über Blogs wie den VfB Blog oder die Stellungsnahme des Commando Cannstatt. Es ist mühsam und es hat deutlich nicht die Reichweite, die ein VfB durch seine ganzen Kanäle natürlich nutzen kann. Und ja, natürlich ist der VfB nicht verpflichtet Gegenstimmen über seine Kanäle zu unterstützen, weil das Ziel ist ja die Ausgliederung zu erreichen und man wird sich sein eigenes Ziel ja nicht torpedieren. Schade ist aber dann, dass in den „neutralen“ Medien deutlich mehr Pro-Artikel zu lesen sind und meiner Meinung eine kritische Auseinandersetzung mit dem Vorgehen bzw. Plänen des VfB nur bedingt stattfindet. So darf der VfB zum Beispiel über die Stuttgarter Nachrichten/Zeitung die Stellungsnahme des Commando Cannstatt beantworten und – vorsichtig gesagt – alle Aussagen ins Reich der Fabeln verweisen. So solle man doch auf  der VfB Seite „Ja zum Erfolg“ nachschauen, warum alleinig nur die AG die richtige Gesellschaftsform ist.

Wie gesagt der VfB macht das gut, nutzt alle Kanäle und die Presse gerne mit dazu um sich zu positionieren. Und es wirkt. Hätte ich vor einem Jahr es noch für nicht möglich gehalten, dass die 75% durchgekommen, mittlerweile glaube ich daran, dass es so kommen wird. Weil das Erfolg, Erfolg, Erfolg so lange wiederholt wurde, bis auch viele dran glauben, die es vielleicht zuvor nicht getan haben. Mit der Seite, mit viel – sorry lieber VfB – viel Polemik wie „Fake vs. Fakten“, einem Erklärvideo bei dem ich mich ganz ehrlich frage, ob ich im Schwabenalter bin oder noch in der Grundschule, wenn mein Verein so mit mir kommuniziert. Da fühle ich mich einfach nicht für voll genommen als Mitglied. Natürlich kann sich nicht jeder mit Gesellschaftsformen beschäftigen oder hat das mal während dem Studium oder sonstwo getan. Trotzdem kann ich mehr Informationen, mehr Hintergrundwissen verlangen und ja ich sollte sie auch bekommen. Das ging bei anderen Vereinen auch und da komme ich mir einfach wie ein „vollständiges“ Mitglied behandelt vor und nicht wie jemand der am besten auf das „ja“ Knöpfchen drücken soll.

Und  dann ist man wohl eben einfach „Erfolgsverweigerer“ – dazu darf man mich dann auch gerne zählen. Da wird der geschätzte Abiszet vom Vertikalpass wirklich via Facebook und Kommentare angegangen, wenn er die Frechheit hat sich nicht nur positiv zur Ausgliederung zu äußern. Entschuldigung Leute, die eigene Meinung zu so einem Thema muss erlaubt sein und sie muss auch respektiert werden. Und zu dieser eben doch mittlerweile, leicht aggressiven Grundstimmung, hat der VfB wie oben erwähnt beigetragen, weil man darf sich ja wohl nicht gegen den Erfolg stellen. Und ja, das ärgert mich. Ich persönlich kenne viele die nicht grundsätzlich gegen eine Ausgliederung sind – ich im übrigen auch. Mich stören aktuell eben einige Punkte:

  • Der Zeitpunkt: ja vermutlich gibt es keinen idealen Zeitpunkt – sagt ja auch der VfB. Für mich ist dieser trotzdem nicht sinnvoll, 1-2 Jahre in der Bundesliga und wir haben wieder ein ganz anderes Standing. Und egal ob mit oder ohne das Zusatzgeld: wir werden gegen den Abstieg spielen, was auch Jan Schindelmeiser sagt. Die Eile die der VfB gerade hier an den Tag legt, überrascht mich. Sie lässt mich eher skeptisch zurück. Ja, das ist nur ein Bauchgefühl.
  • Das Vorgehen: Ja der VfB will das, deswegen wurde Dietrich installiert. Es ist sein gutes Recht. Und trotzdem muss ich das Vorgehen nicht gut finden. Inklusive der schon ausführlich behandelten Kampagne, die in mir mehr Trotz als Überzeugung hervorruft.
  • Der Partner: Daimler. 99% schreien Hurra. Ich nicht, weil ich seit vielen Jahren nicht das Gefühl habe, dass Daimler den VfB als vollwertigen Partner ansieht. Da wird nur geschaut, dass kein anderer seinen Fuß in den Verein bekommt und dann investiert man hier und dort mal ein paar Millionen und dann „isch wieder a Ruh beim VfB“. Genau so fühlt sich diese Partnerschaft für mich an. Nicht nach „komm lass uns gemeinsam durchstarten“. Nicht nach Augenhöhe, sondern der VfB sollte immer dankbar sein, dass der Daimler so nett ist. Stadionnamen, Trikotsponsor, es sieht oft halbherzig aus. Natürlich nahm Daimler die Möglichkeit einmalig sich die Namensrechte am Stadion zu sichern dankbar an, so günstig geht das sonst in keinem anderen Bundesliga-Stadion. Das Sponsoring soll ja nach einer Ausgliederung angepasst werden, aber ob um 2,50 im Jahr oder 2,5 Mio im Jahr  – wir wissen es Stand heute nicht. Auch hier fehlen Informationen vom VfB, die vielleicht Zweifelnde zu einem „Ja“ verleiten könnten.
  • Die Rechtsform: ich sehe die AG nicht so unbedenklich wie Wolfgang Dietrich im Sinne von „selbst wenn Geld verpufft, VfB steht da wie früher“. Daimler kann seine Anteile mal nicht mehr wollen. Vielleicht wollen Sie bei einem (anderen) großen Verein einsteigen und die DFL Statuten erlauben aber nur Beteiligung an einem Verein. Auch „unter mir werden nicht mehr Anteile verkauft“ (Dietrich) ist keine Aussage auf Dauer. Darauf gebe ich nichts. Dann werden es, wenn das Geld mal knapp wird, doch nicht nur 24,9%, sondern auch mal 49,9%. Muss nicht sein, aber sollte der Verein ähm die AG in einer extremen Schieflage sein – warum sollte das nicht getan werden.
  • Die handelnden Personen: Ja, großer Aufschrei vermutlich jetzt „aber aber Jan Schindelmeiser“. Ja, er macht seine Arbeit gut – seit noch nicht einmal einem Jahr. Ob das wirklich gut ist und wie nachhaltig das ist, werden wir in 1-2 Jahren sehen. Heute nur bedingt. Stefan Heim, der bei den bisherigen Veranstaltungen beim VfBimDialog vor allem dadurch aufgefallen ist, alles wegzulächeln. Nein ehrlich, dem möchte ich keine 41 Mio anvertrauen. Es fühlt sich nicht richtig an. Und zu guter letzt – Wolfgang Dietrich. Ja, er macht das verdammt gut (bzw. die Agentur die ihm sein Facebook-Account und alles auf den Leib schneidert), aber nein, er ist nicht mein Präsident. Ein Mann der im Erfolg (gerade Präsident geworden) einen Redner beschimpft und auch sonst nicht zimperlich mit anderen Stimmen umgeht – nein, das hat für mich nichts mit „gemeinsam“ sondern mit „wir gehen unseren Weg, koste was es wolle“ zu tun. Wann man mal leise bei den Blauen aus Degerloch nachfragt, da wurde von ihm bzw. seinem Firmengewirr sehr viel zerbrochenes Porzellan hinterlassen.
  • 41 Mio ist nett, aber es soll auf drei Säulen verteilt werden. Eine Säule sind Beine.  Dietrich hat ja schon verkündet ohne Ausgliederung können wir so Spieler wie Mané gar nicht halten. Wie viel genau in Beine fließt wissen wir nicht, das wurde nicht kommuniziert. Sagen wir mal 25 Mio vielleicht? Ablöse von Mané liegt bei 15 Mio plus Handgeld – und dann ist schon nicht mehr viel da. Reicht nicht mal mehr für Brekalo. D.h. die einmalige Summe verpufft sehr schnell.
  • Ja zum Erfolg: Weil es einfach nicht stimmt. Weil weder 41 Mio, noch 141 Mio einen Erfolg garantieren. Nichts garantiert das. Beispiele gefällig: FSV Frankfurt, waren ausgegliedert, sind insolvent. Ja, klar ganz andere Voraussetzungen und überhaupt. Okay, aber dann: Hamburger SV. Ausgegliedert mit großen Versprechen, viel investiertem Geld. Resultat: Abstiegskampf 4 life! Und vor allem so wie vom VfB dargestellt (CL, EuroLeague Plätze oder auch von Hitz in dem Video „hier will ich wieder mit euch feiern“ als er auf dem Schloßplatz steht). Das ist vorsichtig gesagt unverantwortlich vom VfB mit solchen Zielen und Versprechen zu locken. Da stehen viele Vereine vor uns, die mit deutlich mehr Geld – auch dauerhaft – ausgestattet sind. Die haben mal ein schlechtes Jahr, aber sie werden alle wieder um die Top-Plätze kämpfen. Bayern, Dortmund, Leipzig, Hoffenheim, auch Leverkusen, Schalke, Gladbach – denen machst du mit 41 Mio nicht einmal Angst.
  • Die Vergangenheit: Die handelnden Personen haben natürlich mit der Vergangenheit nicht viel zu tun. Aber viele VfB Fans sind gebrannte Kinder. Der Verein steht vor allem dort (noch in der 2. Liga) weil in den letzten Jahren reihenweise Fehlentscheidungen getroffen wurden und nicht weil der Verein eben ein Verein war. Und ein gebranntes Kind scheut das Wasser – ich kann dem neuen Führungspersonal wirklich erst „meinen“ Verein anvertrauen, wenn ich sehe, dass sie sorgsam damit umgehen und planvoll, sinnvoll arbeiten. „Was heißt das“ fragen dann viele. Wenn wir die nächsten 3 Jahre nichts mit dem Abstieg zu haben wäre das für mich – Stand heute – schon ein großer Erfolg.
  • Und natürlich: ich habe als Mitglied – auch wenn es der VfB anders darstellt – nicht mehr bzw. noch deutlich weniger Möglichkeiten an meinem VfB mitzugestalten. Wurde ausführlich ja schon auf dem VfB Blog etc. ausgeführt, dass es dann eben einen Verein und eine Fußballabteilung gibt und Möglichkeiten wie den AR nicht zu entlasten, einfach keine Wirkung mehr haben, um nur ein Beispiel zu nennen.

Was mir einfach ganz arg wichtig ist, auch wenn die Gegenstimmen keine wunderbaren Testimonials wie Sami Khedira, Guido Buchwald und Co. haben, kein Geld haben ein schickes Erklärvideo zu produzieren oder einen schicken Auftritt zu erstellen – lest euch die Artikel und Ausführungen durch. Macht euch ein Bild und stimmt ab, wie ihr es für richtig haltet.

Aber beschimpft bitte andere nicht als „Ewiggestrige“ oder „Erfolgsverweigerer“, es gibt Menschen die haben eine andere Meinung dazu, sie können diese sogar begründen. Sachlicher und fundierter als vieles was vom VfB in der letzten Zeit kam. Es kann sein, dass die DFL bald als Voraussetzung für die Bundeslgisten hat, dass die Fußballabteilung  kein Verein mehr sein darf. D.h. aber im Umkehrschluss nicht, dass ich genau diesen Vorschlag vom VfB gut finden muss und genau diesen Weg einschlagen muss.

Wie bei der Wahl des Präsidenten – mir fehlen die Optionen.

 

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Allgemein

Eine Lanze brechen – oder warum ich Kevin Großkreutz mag

Ich habe einen Tag Abstand gebraucht, die Pressekonferenz gestern hat mich mehr mitgenommen als ich mir das zuvor gedacht habe. Viele werden denken, hey ist doch nur ein Fußballer, ist doch nur Fußball, der wird doch gut bezahlt. Ich habe da nur einfach den Menschen Kevin Großkreutz gesehen. Aber vielleicht zur Vorgeschichte.

Anfang der Woche sickerte durch die Presse, dass Kevin Großkreutz in einer Schlägerei verwickelt war und im Krankenhaus liegt. Was danach folgte war aus vielerlei Hinsicht ein Trauerspiel. Zuerst möchte ich hier die Presse nennen. Allen voran die BILD, der mal wieder Moral und Ethik komplett abgingen, die das Bild von ihm abgedruckt haben. Hauptsache Klicks, Hauptsache Reichweite. Und schnell noch mehr Details raushauen, er war nachts unterwegs, mit Jugendlichen. Aber auch Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten haben sich meiner Meinung nach nicht mit Ruhm bekleckert. Fünf oder mehr Artikel zu dem Thema. Man hatte das Gefühl, sie stürzten sich alle mit großer Freude darauf, dass endlich mal wieder was beim VfB Stuttgart los war. Die letzten Wochen waren auch einfach zu ruhig. Und  ja liebe BILD, dann nach der Pressekonferenz was zu schreiben, von wegen „Tränen auf der Pressekonferenz/Bricht in Tränen aus“, dass ihr mit eurer Berichterstattung einen Großteil zu der Entwicklung beigetragen habt, da merkt ihr natürlich nicht. Ihr werdet es nicht tun, aber denkt mal darüber nach.

Was dann allerdings in den sozialen Medien abging, da war noch schlimmer meiner Meinung nach. Da waren auf einmql fast nur noch  bzw. sehr viele Leute mit Heiligenschein unterwegs, die noch nie irgendeine Verfehlung hatten. Das war zu dem Zeitpunkt an dem nur bekannt war: Schlägerei, jüngere Leute. „Was macht ein Familienvater um 2 Uhr am Wilhelmsplatz?“ Ernsthaft? Weil ich Vater bin, darf ich nicht mehr unterwegs sein, vor allem wenn ich am nächsten Tag frei habe? Und alle die da mit Dreck um sich geworfen haben, waren natürlich noch nie spät nachts unterwegs, haben das Wochenende durchgefeiert und sind am Montag nur körperlich anwesend im Büro gesessen. Und auch sonst, ein Leben mit blütenweißer Weste. Dann die beliebte Begründung, er sei doch ein Fußballprofi und muss Vorbild sein. Genau, Fußballprofis dienten ja schon immer als große Vorbilder und natürlich kann man von denen was anderes erwarten, wie man selber lebt bzw. leben würde – wenn man nur könnte. Den Vergleich zu anderen Fußballprofis in  Deutschland mit ihren Verfehlungen zu ziehen passt nicht, da jeder Verein eigene Maßstäbe anlegt und diese dann durchzieht bzw. die Konsequenzen daraus zieht.

Konsequenz vom VfB Stuttgart war also die einvernehmliche Trennung. Das muss man so akzeptieren. Ich bin, auch mit den Hintergründen die bekannt sind, der Meinung, dass die Entscheidung zu hart ist und ich persönlich hätte diese Entscheidung nicht getroffen. Warum, das möchte ich nicht näher ausführen. Einfach so bitte aufnehmen.

Dass Kevin Großkreutz die Fans, die Menschen spaltet ist klar. Er eckt an, er ist nicht der aalglatte, mediengeschulte Fußballprofi, er ist eigentlich einer wie wir, aus der Kurve, der das große Glück hatte, besser wie wir zu kicken und Profifußballer geworden ist. Er hat das was viele Jungs als Traum haben verwirklicht. Und er ist ne ehrliche Haut, er ist menschlich, er weint Tränen nach dem Spiel gegen Mainz, er bleibt beim VfB, wenn der Abstieg sicher ist. Er ist vielleicht eben nicht so rational und gesteuert wie andere Fußballprofis. All das mag ich an ihm. Ja, vielleicht war es der ein oder andere Instagram-Post zu viel. Ist mir immer noch lieber, als durchgeplante Agenturtweets wie von Philip Lahm.

Und dann sitzt da dieser Mensch auf der Pressekonferenz und entschuldigt sich. Wie viele von denen, die mit Dreck auf ihn geworfen haben, hätten die Eier gehabt sich da hinzusetzen und diese Worte zu sagen. Er weiß, dass er Fehler gemacht hat, er entschuldigt sich dafür – das ist mehr als viele in ihrem normalen Leben schaffen. Und man sieht was ihm das alles bedeutet. Und wer da nicht mit ihm fühlt, dem fehlt einfach sehr viel menschliches.

Lieber Kevin Großkreutz, vermutlich wirst du diese Zeilen nie lesen, aber ich wünsche deiner Familie und dir in den nächsten Wochen viel Ruhe und Zeit die Ereignisse aufzuarbeiten und zur Ruhe zu kommen. Alles erdenklich Gute für die Zukunft und ich persönlich würde mich freuen, dich wieder auf dem Platz zu sehen. Spieler wie du sind selten geworden und deswegen freue ich mich über die Letzten ihrer Art und werde immer wieder eine Lanze für sie brechen.

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VfB

Ade Aufstieg 2016/2017

Harter Titel? Ich weiß. Ich sehe wieder alles schwarz und bin total negativ. Und was stelle ich mich auch an, wir sind doch Zweiter und haben immer noch einen Punkt Vorsprung auf Hannover 96 und nur einen Punkt Abstand auf Eintracht Braunschweig. Ist doch alles klasse und wir haben alles in der eigenen Hand. Wer so denkt, möge bitte nicht weiterlesen, einfach hier aufhören. Jetzt sofort. Ihr habt letzte Saison das auch alles nicht so schlimm gesehen, wird schon noch alles klappen und gut gehen.

Für alle anderen: ich lehne mich sehr weit aus dem Fenster und sag, das war es es mit dem Aufstieg 2016/2017, dieser wurde gestern mit der 1:2 Niederlage gegen Hannover verspielt bzw. die Weichen wurden dafür gestellt, dass es am Ende nicht reichen wird. Platz 4 oder Platz 5 werden es am Ende. Es ist nicht nur deswegen, weil es wieder Hannover war wie in der letzten Saison, auch ein 1:2. Auch kamen wir hier aus einer guten Phase und das Spiel ging verloren. Die Geschichte danach ist bekannt. Abstieg. So weit kommt es nicht und wir werden noch Spiele gewinnen, aber es wird am Ende nicht reichen. Weil Wolf es leider noch nicht in der Saison schaffen wird den alten VfB aus dem neuen VfB zu bekommen. Weil der alte VfB noch weiterhin wie ein dunkler Schatten über dem neuen VfB hängt und wir ihn einfach nicht so schnell losbekommen. Klar, wir stehen unter Anbetracht der Tatsache, dass der Start in die Saison mehr als holprig war aktuell gut da. Wir haben auch viele Punkte geholt, manche etwas glücklich und oft spielerisch nicht richtig gut. Und nein, ich weiß, dass man es nicht erwarten kann jedes Spiel richtig gut zu spielen und drei Punkte zu holen. Erwarte ich auch nicht. Und auch Fehler dürfen und werden passieren. Auch eingeplant.

Es sind Begleitumstände, die mich am großen Ziel zweifeln lassen. Ein Kapitän, ja genau mein Freund LeGente, der irgendwas von zweiter Platz ist eigentlich gar nicht so schlecht faselt. Es ist ein Präsident Dietrich, mein noch größerer Freund, der irgendwas von ein Jahr zweite Liga würden wir noch überstehen zum Besten gibt. Warum tut ihr das? Warum nehmt ihr schon wieder das Tempo raus. Frei nach Dutt „den Druck haben die anderen“. Ich verstehe es einfach nicht.

Was ist eigentlich der dunkle VfB Schatten? Wie zu oft, in der jüngeren Historie, verspielt man eine gute Chance, eine gute Ausgangsposition. Ein Sieg, ja mindestens ein Unentschieden und Hannover wäre auf Distanz gehalten. Was zeigt die Mannschaft auf dem Platz? Nicht annähernd das, was man erwarten könnte. Man hatte nicht das Gefühl, ja wir wollen verdammt nochmal Platz 1 verteidigen, wir wollen verdammt nochmal Hannover auf Abstand halten. Was braucht diese Mannschaft eigentlich, um mal über einen längeren Zeitraum eine vernünftige Leistung zu bringen. Es wurde ja selbstkritisch angesprochen, von der Mannschaft und Wolf, dass noch einiges anders gelöst werden muss. Ein gewissen Ehrgeiz und Anspruch, den hast du oder den hast du nicht.

Die Punkteausbeute gegen die Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte? Lächerlich. Gerade einmal ein Sieg gegen Braunschweig und ein Punkt gegen Union Berlin. Sonst nur Niederlagen, Niederlagen, Niederlagen. Damit steigst du nicht auf.

Leipzig bekommt einen Elfer vom DFB geschenkt, wir bekommen eine rote Karte für Baumgartl geschenkt. Es scheint auch in der zweiten Liga so zu sein, dass der VfB kein sonderlich gutes Standing beim DFB und den Schiedsrichtern hat. Vermutlich ist man sogar ganz froh, wenn der VfB noch in der zweiten Liga bleiben würde – kommen ja immer so viele Zuschauer. Auch das ein Punkt, der mich nachdenklich stimmt, ob es am Ende reicht. Eine unnötige rote Karte, wie auch von Collinas Erben bestätigt, die uns in Würzburg weh tun wird, weil Baumgartl eben die letzten Wochen in sehr guter Verfassung war.

All diese Puzzleteile fügen sich für mich aktuell so zusammen – ich hatte endlich mal wieder eine schlaflose Nacht Dank des VfB und viel Zeit zum nachdenken – dass es am Ende nicht reichen wird. Weil wir auch auf einigen Positionen zu schwach besetzt sind. Hat Gentner wie gestern mal wieder weniger zu bieten oder fällt auch mal aus, dann sind wir zentral offensiv und defensiv zu schwach besetzt. Vielleicht werden Schindelmeiser und Wolf in der Winterpause nachlegen. Vielleicht reicht es auch irgendwie am Ende, dann könnt ihr mir gerne den Artikel hier um die Ohren hauen. Ich bleib dabei und lehne mich aus dem Fenster.

 

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Allgemein, VfB

Mein lieber VfB,

wir müssen mal wieder miteinander reden. Wir möchten alle aufsteigen. Ihr wollt das, wir Fans wollen das, eure Sponsoren wollen das und wenn wir mal ganz ehrlich sind, dann will das auch die Bundesliga. Die vermissen uns schon, geben sie zwar alle nicht zu, aber die würden sich alle freuen wenn wir wieder da sind.

Soweit ist der Plan eigentlich ganz klar. Nur an der Ausführung hapert es aktuell noch ein wenig. Natürlich kann der Vorstand mal einen Trainer einstellen und gut zwei Monate danach den Sportdirektor. Ist nicht die ganz sinnvolle und ganz logische Reihenfolge, aber es kann gut gehen. In deinem Fall sieht es aber leider gerade nicht so aus. Harmonische Verstimmungen – ganz lieb ausgedrückt. Es kracht im Gebälk – eher etwas drastischer formuliert. Eine gute Streitkultur kann auch ihr Gutes haben, wenn man sich mal so richtig zofft, wenn man sich mal so richtig die Meinung sagt. Aber die zwei Hauptakteure in der aktuellen Aufführung „Chaosclub Cannstatt“ scheinen nicht mehr wirklich gewillt zu sein, mehr als das Nötigste miteinander zu reden. Und das ist natürlich für das von uns allen gewünschte Ziel Aufstieg ganz schlecht. Wenn gerade die zwei wichtigsten sportlich Verantwortlichen sich zoffen oder aktuell dann eher anschweigen.

Klasse wäre jetzt, wenn wir eine kompetente Führung hätten, einen Präsidenten der die zwei so ganz Supervisionsmäßig wieder einsortiert, dass die beiden sich ihrer Professionalität besinnen und wieder an einem Strang ziehen. Alle Signale, die der gemeine Fan (tschuldigung, der musste sein) so aktuell empfangen kann deuten aber überhaupt nicht in die Richtung. Gut, du hast gerade nicht unbedingt eine kompetente Führung und auch mit dem Präsidenten hapert es gerade ein bisschen. Wobei das nochmal ein ganz anderes Thema ist.

Zurück zu unseren zwei Streithähnen. Es scheint, als liefen die Spielerverpflichtungen nicht so ganz im gegenseitigen Einvernehmen ab. Jos Luhukay beginnt bei der Pressekonferenz die drei neuen Spieler (wenn man es positiv sehen möchte) erst einmal zu schonen, bzw. den Druck von ihnen zu nehmen. Sie brauchen noch, sie sind noch nicht so weit, wie auch Kaminsiki, wobei da hatte Jos doch irgendwie seine Hände drinnen. Nach dem – und ich glaube da sind wir uns einig – katastrophalen Spiel letzten Freitag gegen Heidenheim – GEGEN HEIDENHEIM VERDAMMTE AXT – wurden die Aussagen von Jos immer abenteuerlicher. Es war etwas zu hören, dass die Spieler Angst gehabt hätten, dass die vielen Leute die Spieler eher verunsichern würden bzw. der Druck da zu groß wird. Ich kann dir, lieber VfB 17 Zweitligisten nennen, vermutlich auch noch 14 Erstligisten, die sich ihre Finger danach lecken würden, wenn so viele Leute im Stadion wären. Wo man sich Aussagen vorstellen könnte wie „mit dem Publikum im Rücken wurden wir zum Sieg getragen“. Irgendwas in der Richtung. Bei dir scheint es, wenn es nach deinem Trainer geht ein Problem zu sein. Und Favorit auf den Aufstieg sind wir auch nicht. Unter uns, mit dem Etat kann es nur ein Ziel geben – hoch.

Jan Schindelmeiser versuchte dann so ein bisschen die Aussagen von Luhukay wieder hinzubiegen, eigentlich erzählte er genau das Gegenteil. Wie auch Kevin Großkreutz. Jetzt stehen wir hier, die Geschichte schaukelt sich langsam etwas auf. Der schwarze Peter liegt gerade stark auf der holländischen Seite. Geschickter wäre es mit Sicherheit von Schindelmeiser auch gewesen, das Ganze intern zu klären, was aber – man redet ja nicht miteinander – wohl nicht drinnen ist. Da drehen wir uns ein bisschen im Kreis.

Und es gibt nur zwei Optionen, wie das Dilemma beendet werden kann. Machtwort, von dir, an die Zwei. Sie sollen professionell miteinander arbeiten, d.h. miteinander reden und das Ziel Aufstieg gemeinsam angehen. Aussprache und dann Vollgas weiterarbeiten. Wenn das nicht geht, dann musst du überlegen, auf welcher Seite du stehst und einer der beiden muss gehen. Das ist deine Entscheidung.

Aber, du kannst es so nicht weiterlaufen lassen, die Fans sind da und bereit zusammen das Ziel Aufstieg in Angriff zu nehmen. Gib uns ein Zeichen, dass wir den Weg weiterhin zusammen gehen – und vor allem deine Angestellten auch.

Liebe Grüße,

Martin

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Allgemein, VfB

Zweite Liga. Zweiter Spieltag. Zweifel.

Die Saison ist gerade einmal 180 Minuten alt und gefühlten 80 Prozent der VfB Fans reicht es schon wieder, auch in der zweiten Liga. Es hat mit Sicherheit keiner erwartet, dass wir locker und flockig durch die zweite Liga marschieren und irgendwann am 28. Spieltag schon aufgestiegen sind. Aber nach den ersten zwei Spielen häufen sich schon wieder die Fragezeichen, die den VfB betreffen. Das erste Spiel haben wir nur durch eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit noch mit 2:1 gegen St. Pauli gewonnen. Glücklich darf man den Sieg aufgrund der Chancen der FC-Bayern-Freunde in der ersten Halbzeit schon nennen. War dann aber egal, das Stadion freute sich über den ersten Heimsieg seit März, über das gedrehte Spiel und endlich mal wieder einen Sieg zum Saisonauftakt. Gut, in der zweiten Liga, aber zu pingelig wollen wir jetzt mal nicht sein. Es bahnte sich so ein leises positives Gefühl an. Mit der Mannschaft, die in der Vorbereitung nicht viel gerissen hatte, trotzdem mit einem Sieg zu starten, gegen einen der gefühlt etwas schwereren Gegner der zweiten Liga. Wenn wir uns also nur durch den August und September so retten würden, dann könnte es doch, mit ein paar sinnvollen Verstärkungen, und überhaupt. Etwas Zuversicht.

Vier Tage später war das alles schon wieder vergessen. Eine erbärmliche Leistung gegen Düsseldorf, mit einer daraus resultierenden 0:1 Niederlage später, war das alle schon wieder vorbei. Über den Schiri kann man sich ärgern, es wäre vielleicht ein 1:1 geworden mit dem Elfmeter. Aber ich kann von der Mannschaft erwarten, dass wir das Spiel auch so gewinnen. Gegen Düsseldorf. Mit dem Schiedsrichter. Nein, ich muss es erwarten. Wer wieder aufsteigen möchte, muss gegen einen letztjährigen Fastabsteiger gewinnen, auch am 2. Spieltag. Aber es hat mal wieder an allem gefehlt. Einsatz, Wille, Spielverständnis. Der rote Faden der letzten VfB Jahre zieht sich auch durch die zweite Bundesliga.

Ausreden kann man den Spielern und dem Trainer jetzt natürlich wieder geben. Der Abstieg steckt ihnen noch in den Köpfen. Viele Abgänge. Bla. Blub. Muh. Mäh. Im Ausreden finden war der VfB die letzten Jahre schon sehr stark, damit muss Schluss sein. Keine Ausrede für ein 0:1 und das Auftreten. Mit Ausreden haben wir uns aus der Bundesliga verabschiedet.

„Ja, aber das wird schon noch“. Die Stimmen die das sagen, haben auch letzte Saison fünf bis sechs Spieltage vor Ende gesagt das wird noch. Und vier Spieltage davor. Und drei Spieltage davor. Und zwei Spieltage davor. Und… am Ende waren wir abgestiegen. Nein das „wird schon noch“ dürfen wir uns in der zweiten Liga nicht erlauben. Es geht nicht darum mitzuspielen, es geht darum aufzusteigen.

Ich lege mich fest, mit der Truppe, so wie sie jetzt ist, steigen wir nicht auf. Der VfB hat den ein oder anderen Euro eingenommen, davon muss ein Teil investiert werden. Ich weiß, nur Geld zu haben heißt nicht die richtigen Spieler zu holen, es heißt auch nicht, dass man die richtigen Spieler bekommt, dass die zum VfB möchten oder in die zweite Liga. Kreativ sollten die Transfers werden – ich bitte darum. Es wäre tödlich für den Verein, wenn sich mal wieder das „ach so schlecht ist die Abwehr gar nicht“ etc. einstellt. Ich bin mir sicher, dass Schindelmeiser und Luhukay das auch so sehen und das bis Ende August noch gehandelt wird und noch Verstärkungen kommen. Sonst eben: kein Aufstieg. Und auf die Rückkehr der Verletzten zu hoffen, ist beim VfB ja auch eher keine Option.

Die Zweifel nach zwei Spieltagen sind groß. Lieber VfB, es ist an euch, die Zweifel aus dem Weg zu räumen und den Weg Richtung Bundesliga einzuschlagen.

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Allgemein

Einfach mal Danke sagen

Wir haben zusammen gelitten, wir haben zusammen geflucht und wir stehen gerade zusammen die beschissenste Zeit beim VfB durch, die vermutlich alle von uns erlebt haben. Und deswegen ist einfach mal an der Zeit Danke zu sagen, an meine Timeline. Danke für viele verdammt konstruktive und gute Diskussionen.

Ich sag euch Danke und verlose für den Sommer zum Farbe bekennen ein 1893 T-Shirt (egal ob m/w oder weiß/rot – oder eines der anderen 1893 Motive).  Ihr braucht nur den Tweet hier liken bis zum 20. Mai 2016 – 12 Uhr. Unter allen Likes verlose ich das T-Shirt und schreib dann den/die Gewinner/in an.

Deal? Also, Danke und auf bessere Zeiten in der nächsten Saison.

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Allgemein

Übung macht den Absteiger

Ich muss sagen ich bin erstaunt, es fühlt sich heute Abend gar nicht so schlimm an, wie ich mir das immer vorgestellt habe. Es werden bestimmt wieder sehr traurige Phasen kommen, aber aktuell ist es eher das Gefühl „ich bin froh, dass es endlich vorbei ist“. Ich bin froh, dass die Saison endlich vorbei ist und wir nicht noch den Umweg über die Relegation nehmen müssen und die Chance vermutlich auch noch vertan hätten. Natürlich wären wir alle gerne in der Bundesliga geblieben, natürlich hätten wir alle Bock auf eine Rettung in letzter Minute gehabt. Aber es war diese Saison einfach nicht drinnen, es sollte nicht sein und so erlebe ich zum ersten Mal in meinem Leben bewusste die zweite Liga. Den letzten Ausflug des VfB in das Unterhaus habe ich nur rein körperlich anwesend erlebt, an erinnern habe ich alterstechnisch einfach keine Chance.

Aber warum fühlt es sich heute gar nicht so schlimm an, weil wir uns seit Jahren eigentlich auf den Tag X vorbereitet haben und es klar war, dass er irgendwann kommen wird. Der ganze Verein hat sein Bestes gegeben, dass wir endlich eine Liga runter dürfen. Vier, fünf Jahre wurde alle erdenklichen Fehler gemacht, die ein Verein nur machen kann, damit das große Ziel erreicht wird. Die falschen Entscheidungen, von den falschen Personen auf den falschen Positionen. Der schleichende Untergang begann 2007 nach der Meisterschaft. Im Erfolg macht man in Stuttgart beim VfB schon immer am liebsten die meisten Fehler. Veh und Heldt haben den Grundstein gelegt, den Mäuser, Hundt, Bobic, Wahler, Dutt und zu guter letzt Kramny zu dem Haus des zweiten Abstiegs in der Historie des VfB aufgebaut haben.  Es gab gute Phasen, so konnten wir nochmal CL spielen, ein Pokalfinale war uns noch gegönnt, aber das war es dann. Seit fünf Jahren kannte der Verein aber nur noch einen Weg: nach unten. Der Abstieg kam immer näher, Stevens rettete uns zweimal noch den Arsch, dieses Jahr hat es einfach nicht mehr gereicht, was auch an dem verzweifelten Festhalten von Dutt an Kramny gelegen hat. Der VfB war ja immer stark darin einen Trainer nach einer kurzen Niederlagenserie rauszuwerfen, nur dieses eine Mal hielt man – warum auch immer – am Trainer fest. Ja wieso eigentlich? Es wird ein ewiges Geheimnis von Dutt bleiben. Wir haben also lange dafür geübt den Abstieg erleben zu müssen. Im Normalfall macht Übung den Meister, bei uns macht Übung den Abstieg. Und da es sich diese Saison durch die Niederlagen gegen Bremen und Mainz so vehement angekündigt hat, war es am 34. Spieltag vielleicht auch nicht mehr ganz so schlimm.

Neustart, mal wieder und den kann es meiner Meinung nach nur ohne die Herren Kramny, Wahler und Dutt geben – diese Namen stehen für den Abstieg, diese Namen werden für immer mit dem Abstieg verbunden sein. Und keiner dieser Herren sollte auch nur eine Sekunde eine Chance bekommen einen Neustart zu versuchen. Ich hoffe, dass wir endlich mal wieder das Glück haben die richtigen Personen zu finden, die auf den richtigen Positionen sitzen und richtige Entscheidungen treffen. Damit wir nächstes Jahr um die Zeit den Wiederaufstieg feiern dürfen – und das MUSS das Ziel sein, alles andere lasse ich nicht gelten.

Und noch was, ihr lieben Experten, wie Buffy, Bobic, Buchwald und wie ihr alle heißen mögt und wie ihr jetzt alle aus euren Löchern gekrochen kommt: haltet einfach euren Rand. Danke.

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VfB

Abstieg.

Mein Therapeut meinte, es würde mir gut tun, wenn ich meine Gedanken niederschreibe. Es fällt mir nur schwer, das was ich in den letzten Wochen, Monaten und eigentlich auch Jahren erlebt habe manchmal in Worte zu fassen. Ohne komplett ausfallend zu werden. Mittlerweile ist eine Nacht vorbei nach dem 2:6 Debakel in Bremen. Eine Nacht mit ungefähr zwei Stunden Schlaf. Irgendwann spät nach Mitternacht eingeschlafen, wieder aufgewacht, lange wach gelegen, wieder eingeschlafen, aufgewacht bis irgendwann 6 Uhr morgens war. Der Verein bringt mich mal wieder um den Schlaf, kostet mich Nerven – warum musste es überhaupt so weit kommen.

Die Gründe dafür sind eindeutig mehr als vielschichtig. Fangen wir mal mit der aktuellen Saison an und der aktuellen zweiten Misere dieser Saison. Die erste Saison ging auf das Konto von Zorniger, mit dem wir großteils attraktiven, aber erfolglosen Fußball spielten. Am Ende sprangen ein paar Siege raus, aber es war nicht genug und ein desolates 0:4 gegen Augsburg kostete den Kopf von unserem neuen Trainer, der alles anders machen wollte, der alles ändern wollte. Er hatte versuch die „Mannschaft“ aufzuräumen, hatte Niedermeier und andere kalt gestellt, aber nicht die Rechnung mit der vorhandenen Macht der Herren gemacht, die nicht mehr so zum Zuge kamen. Meiner Meinung nach zu früh hat also Dutt hier die Reißleine gezogen und das Konzept (mal wieder) über den Haufen geworfen. Einen gewissen Anteil an den Rauswurf kann sich auch die liebe Stuttgarter Presse (StN/StZ) auf die Fahnen schreiben. Zorniger wurde recht schnell, recht deutlich angegangen. Öffentliche Kritik an Niedermeier oder Werner von der schreibenden Zunft zerrissen und Zorniger angezählt. Das Resultat ist bekannt und dann kam da Kramny, als Interimslösung.

Ist natürlich ein netter Kerl, pflegeleicht, umgänglich. Was hatte Kramny bis dahin vorzuweisen? Vorsichtig gesagt: nichts. Das ist im ersten Schritt mal eigentlich nicht schlimm, andere Trainer hatten das auch nicht, bevor sie in der Bundesliga anfingen. Aber Moment, schauen wir mal auf das was Kramny davor gemacht hatte. Drei bis vier Jahre die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart auf traurigem spielerischen Niveau gehalten. Jahrelang ging es hier auch nur gegen den Abstieg. Auch schon dort war kein wirkliches Konzept, eine Spielidee zu erkennen. Da hätte es eigentlich den Herren Dutt und Co. schon wie Schuppen von den Augen fallen müssen, dass das vielleicht nicht die beste Wahl für einen untrainierbaren Haufen ist. Aber nach dem 3:1 gegen auswärtsschwache, ach generell schwache Wolfsburger war klar: der bleibt, Cheftrainer!

Autsch. Die Rückrunde ging dann ja auch wirklich gut los. Siege, Spiele die Spaß machten zuzuschauen. Viele sagte schon damals, das ist das wie Zorniger sich das vorgestellt hatte. Richtig, es war das System Zorniger mit mehr Absicherung nach hinten und vor allem mit mehr Glück in den entscheidenden Situationen. Die Bälle gingen halt rein, die Schiris haben mal eher für den VfB gepfiffen. Und da konnte die Stuttgarter Presse endlich Niedermeier und Kramny und Co. feiern. Und das taten sie auch ausführlich.

Der Knackpunkt ist und bleibt für mich das Hannover Spiel. Die Mannschaft dachte es geht auch so, gegen den 18., mit etwas weniger als die Wochen zuvor. Von dem Knacks haben sie sich bis heute nicht erholt und Kramny hat keine Wege gefunden a) ein eigenes Spielsystem einzuführen und b) die Mannschaft irgendwie wieder im Kopf auf Vordermann zu bringen. Vollstes Versagen seit Wochen, bei den Aufstellungen, bei der Taktik, einfach überall. Da sitzt ein lebloser Trainer auf der Bank und schaut sich an, wie seine Mannschaft mit 2:6 gegen den Tabellenvorletzten baden geht. Alles aber auch nicht überraschend. Wenn Kramny vor der Mannschaft ähnlich hilflos wie auf den Pressekonferenzen auftritt und dort den gleichen Schmuh verzapft, braucht man sich nicht wundern. Das hat mit Motivation und Einstellung nichts, aber auch gar nichts zu tun. Das kann sein kongenialer Partner Robin Dutt auch prima. Laut Aussagen von Dutt gestern in der Mixed Zone, kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen bzgl. der Einstellung und der Trainer hat auch keine Schuld, sind halt zu viele Verletzte und man war nicht eingespielt. Alleine die Aussagen sind Grund genug Dutt sofort vom Hof zu jagen. Teeren und federn wäre davor noch eine Option, aber dann halt vom Hof. Wie kann man so vor der Realität die Augen verschließen? Und das gilt für alle handelnden Personen und auch für die, die auf dem Platz stehen. Schwaab faselte irgendwas von, man muss ja nur zweimal gewinnen – ist noch alles drin. Rechnerisch mag das stimmen, aber auch wirklich nur rechnerisch.

Es gibt noch genau einen allerletzten kleinen Strohhalm an den ich mich klammern mag: Kramny (und auch Dutt) noch heute vom Hof zu jagen. Vielleicht bringt ein neuer Trainer noch für die zwei Spiele den Impuls, den die „Mannschaft“ benötigt. Diesen Trainerwechsel nicht vorzunehmen ist absolut fahrlässig. Mit Kramny holen wir genau noch null Punkte. Erstaunlich ist, dass Dutt so an Kramny festhält. Ja, sein Arsch hängt mit dran. Aber dann muss es Wahler (okay, tut mir leid, er auch nicht) und/oder der Aufsichtsrat kapieren: es ist die allerletzte Chance noch was zu retten. Die „Mannschaft“ ist lebloser und kaputter und taktisch komplett am Arsch, als sie es unter Zorniger war, aber Dutt hält an Kramny fest. Und auch die werte Stuttgarter Sportpresse sägt nicht an seinem Stuhl. Warum? Auch Kramny hat öffentlich Spieler kritisiert, die Abwehr ist schlimmer als je zuvor (es gab keine 6 Gegentore unter Zorniger – nur mal so am Rande), aber die Presse schweigt.

Da kommen wir wieder zum Anfang, wer hat Schuld an der Misere. Es sind beim VfB ganz arg viele Puzzleteile, die zum folgenden Abstieg geführt haben. Um alle die davor beteiligt waren wie Mäuser, Hundt, Bobic, Heldt werde ich mich ein anderes mal kümmern. Und besser als der Tweet kann man das eh nicht zusammenfassen:

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Allgemein

Vertrauen ist der Anfang von allem

So lautete vor einigen Jahren mal der Slogan einer Versicherung, wenn meine angegrauten Zellen das noch richtig im Kopf haben. Wem kann man vertrauen, wem möchte man vertrauen. Man vertraut Personen die man lange kennt, Personen die man neu über Bekannte kennenlernt, denen man auch vertraut und manchmal verlässt man sich einfach auf sein Bauchgefühl, ob man jemanden vertraut – obwohl man diese Person noch nicht lange oder nicht richtig kennt. Sehr oft  kann ich mich auf mein Bauchgefühl sehr gut verlassen. Bisher habe ich es selten bereut mich auf mein Bauchgefühl und wem ich vertrauen kann zu verlassen.

Vertrauen ist auch ein ganz wichtiges Thema, wenn es um die Ausgliederung beim VfB geht. Das Thema wird von unserem Verein seit Wochen und Monaten mit Regionalversammlungen und Treffen vorangetrieben. Ein guter Ansatz ist es auf jeden Fall die Mitglieder ins Boot zu holen, ob es nur dazu dient den Mitgliedern ein gutes Gefühl zu geben, werden wir erst erfahren, wenn der konkrete Plan für die Ausgliederung von den handelnden Personen vorgestellt wird. Bis dahin müssen wir noch warten, wie genau die Ausgliederung beim VfB ablaufen soll. Generell eines vorweg: ich bin mit Sicherheit kein Über-Traditonalist, der sich das überhaupt nicht vorstellen könnte und einfach schon grundsätzlich sein Veto einlegt. Nein, das wäre ungeschickt, vielleicht kann die Ausgliederung eine Chance sein für den Verein. Dazu muss aber alles passen, das Vorgehen, die Idee und vor allem die handelnden Personen. Und da kommen wir wieder zu dem Thema Vertrauen.  Dazu möchte ich einen bemerkenswerten Absatz von dem, eigens für die Ausgliederung – tschuldigung Vereins-Entwicklung (!) – erstellten Internetauftritt zitieren:

Ist eine Ausgliederung jetzt sinnvoll, obwohl das Vertrauen in die handelnden Personen teilweise fehlt?

Ja, eine Ausgliederung ist zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll (vgl. Frage 15 im Themenbereich „Ausgliederung“). Auch unter dem Gesichtspunkt, dass das Vertrauen in die handelnden Personen teilweise nicht im gewünschten Maß vorhanden ist. Eine Aufschiebung der Ausgliederung hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Folge, dass der VfB Stuttgart weiter an Wettbewerbsfähigkeit verliert und es dadurch immer schwerer werden würde, sportlich wieder erfolgreicher zu werden.

Puh. Das muss man erst einmal sacken lassen und sich ein zwei mal durchlesen, um die Tragweite und die Aussage zu verstehen. Es wird also Vertrauen eingefordert, was aktuell einfach nicht vorhanden ist. Dass dazu gleich noch ein Horrorszenario „Verlust von Wettbewerbsfähigkeit“ skizziert wird, macht die Sache nicht besser. Und ja, ich für meinen Teil muss Vertrauen haben und ich kann keinen Vertrauensvorschuss geben. Genauer gesagt, nicht mehr geben. Dafür sind schon wieder zu viele Details von Verträgen und andere Handlungen ans Tageslicht gekommen, die einen zu der Frage bringen: Was würde der Verein mit einem Kapital von 30-50 Mio machen, dass er einmalig zur Verfügung bekommen würde? Genauer gesagt wäre die Frage eher: wie wird das Geld wieder sinnlos versenkt, ohne einen Nutzen davon zu haben. Man darf die Gefahr als doch – leider aktuell – eher hoch einschätzen. Warum?

Wenn man es aktuell schafft durch – von außen betrachtet – unkluge Vertragsentscheidungen Millionen zu verbrennen, ist das keine gute Basis für Vertrauen. Beispiel 1: eine Vertragsverlängerung für Niedermeier über drei Jahre mit einem Gehalt von 1,5 Mio im Jahr (was er wohl aktuell verdient) wären 4,5 Mio für einen Fußballer, der technisch, nun ja nicht ganz begabt ist und wirklich nicht für die Zukunft eines Fußballvereins stehen sollte.  Beispiel 2: Die nun aufgetauchte Ausstiegsklausel für Kostic. Da wurde ein lang laufender Vertrag – soweit bekannt ohne AK – verändert. Kostic bekommt mehr Gehalt, das kann man machen, eine Anpassung während der Laufzeit ist nicht ungewöhnlich. Wieso dann aber eine AK eingebaut wird, die bei 20-25 Mio liegen soll, dann verstehe ich das einfach nicht. Ein Spieler, der z.B. bei einem Transfer nach England (Firmino unc Co.) irgendwo im Bereich von 35 bis 40 Mio liegen könnte, so eine AK einzubauen ist ein Trauerspiel. Da gehen mal 10 bis im optimalen Fall 15 Mio flöten.

Das erklärt natürlich im Umkehrschluss warum die Herren aus der Mercedesstraße die Ausgliederung benötigen – man muss ja irgendwo wieder an das verlorene Geld rankommen. Und das waren einfach – vielleicht nicht ganz subjektive – zwei Beispiele, die für mich eines zeigen: ich kann den aktuell handelnden Personen keinen Vertrauensvorschuss geben. Dazu müssten diese zwei bis drei Jahre sinnvoll gearbeitet haben.

Ich bin noch auf das vorgestellte Konzept zur Ausgliederung gespannt. Aktuell geht bei mir die Tendenz aber noch eindeutig zu einem Nein.

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