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twofourtwo x 242 / 062: Kontinuität

Der Ruf nach Kontinuität ist berechtigt, gerade beim VfB Stuttgart, auf dem es auf den meisten – okay allen – Positionen seit Jahren so viel Wechsel gibt, dass der Verein selbst nicht mehr weiß für wen und was er steht und was für Fußball gespielt werden soll. Kontinuität darf aber nie zum Selbstzweck verkommen, sprich nur weil man jetzt das Gefühl hat endlich mal kontinuierlich auf einer Position arbeiten zu müssen, verzweifelt an etwas festhalten, was nicht mehr funktioniert. Ihr merkt, es geht um Tim Walter und die immer größeren Zweifel, die an seiner Arbeit entstehen. Fünf Niederlagen aus den letzten sieben Spielen sind leider einer miserable Tendenz und die sportliche Führung wird sich das mit Sicherheit schon genauer anschauen. Natürlich hat diese selbst den Trainer geholt und auch den fußballerischen Richtungswechsel durchgegeben. Sollten die Beiden aber nicht mehr davon überzeugt sein, dann hoffe ich, dass im Wohle des Vereines gehandelt wird – und nicht versucht wird verzweifelt an der Entscheidung aus dem Sommer festzuhalten.

Trainer und Verein, das ist ja auch eine Beziehung. Und vielleicht gab oder gibt es bei euch auch Zeiten im Leben, da hatte man immer wieder eine*n neue*n Freund*in und dachte, ja jetzt passt es und nach ein paar Monaten stellte man fest, doch eher nicht so gut gelaufen. Der Wunsch nach Kontinuität war da, aber man merkte, es geht nicht mehr. Also dann doch die Trennung.

Ob Trennung oder nicht – ich hoffe Hitzlintat treffen die für sie richtige Entscheidung.

Allgemein

Zwei Buchempfehlungen

Die meisten von euch haben es natürlich schon lange mitbekommen, dass es gerade zwei wunderbare Fußballbücher im Dunstkreis des VfB Stuttgart bzw. dem Fußball in Württemberg gibt. Gestern bei der VfBVIERERKETTE fiel mir auf, dass die meisten (absolut berechtigt) zum Buch von Andreas und Sebastian greifen. Tut das weiterhin, die Zwei haben das absolut verdient.

Etwas zu kurz kommt aber das großartige Buch von Bernd (Sautter): „Fußballheimat Württemberg“. Es handelt auch ein bisschen vom VfB, aber vor allem geht es um den Fußball in Württemberg. Kurzum, es ist absolut großartig und schenkt dem Buch auch etwas Aufmerksamkeit. Ich habe für beide Bücher bei amazon.de eine Rezension geschrieben. Die zwei Rezensionen habe ich jetzt hier im Artikel zusammengepackt und ich hoffe es erleichtert die Entscheidung eines der beiden oder beide Bücher (falls noch nicht getan) zu lesen. Weihnachten und Geschenkfragen stehen ja auch vor der Türe.

Fußballheimat Württemberg: 100 Orte der Erinnerung 

Das zweite Werk von Bernd Sautter. Wieder mit „Heimat“ im Titel – im Vorwort hat Bernd schon erklärt, dass ihm der Begriff nicht ganz leicht fällt, aber die Sorge und Befürchtung ist absolut fehl am Platz. Heimat, da sich beide Bücher um den Fußball in Württemberg drehen, ist ein absoluter richtiger Begriff. Das klingt vielleicht ein bisschen angestaubt, aber es es trifft den Inhalt des Buches einfach perfekt.

In 100 jeweils einseitigen Kapiteln schreibt sich Bernd von A-Z einmal quer durch die Fußballhistorie in Württemberg. Und das in seinem wunderbaren Schreibstil. Wer Bernd schon einmal live erlebt hat, kann sich idealerweise seine Stimme beim Vorlesen vorstellen, das macht es gleich noch besser. Um was geht es in den 100 Geschichten, um alte Vereine, die mittlerweile in der Versenkung verschwunden sind, um historische Plätze, die was mit Fußball zu tun haben. Um einzelne Spieler, um die Anfänge und Pioniere im Männer und auch im Frauenfußball. Um Stadien, bei denen bei Fußballromantikern die Herzen höher schlagen und Vereinsheime.

Alles das mit wunderbaren Anektoden angereichert. Man merkt, dass Bernd viel unterwegs war, mit vielen Menschen gesprochen hat und sehr akribisch und viel nachgefragt und recherchiert hat. So weiß jeder VfB Fan natürlich, dass der legendäre Robert Schlienz seinen Arm bei einem Autounfall verloren hat – aber kanntet ihr die Straße, den Ort an dem dies passierte?

Natürlich dreht sich relativ viel um den VfB Stuttgart, aber auch viele andere Vereine bekommen ihren Platz. Da bestimmt aber noch nicht alle Geschichten geschrieben sind rund um den Fußball in Württemberg, kommt vielleicht irgendwann eine Fortsetzung. Die Fußballheimat in Württemberg hätte diese Wertschätzung und Aufarbeitung von Bernd verdient.

Also: dringende Empfehlung dieses Buch zu kaufen oder sich schenken zu lassen und in unsere Fußballheimat Württemberg einzutauchen.

Buch bestellen könnt ihr z.B. bei amazon.de

VfB Stuttgart: Fußballfibel

Die Zeiten sind aktuell für VfB Fans nicht wirklich einfach. Zweimal in den letzten Jahren abgestiegen und jede Saison gibt es neue Tiefpunkte im Fandasein zu ertragen. Leidensfähig sind wir VfB-Fans auf jeden Fall. Umso schöner ist es mit dem Buch der wunderbaren Vertikalpass-Jungs, an einen Tag erinnert zu werden, der einen besonderen Platz in der Geschichte des VfB Stuttgart inne hat. Erinnert werden, ist viel zu wenig. Andreas nimmt einen komplett mit und entführt einen in die Gefühlswelt des 19. Mai 2007. Der fünften und vermutlich letzten Meisterschaft. Alle die dabei waren, können es wieder spüren, die Anspannung, die Vorfreude, die Explosion als Hitz und Khedira die entscheidenden Tore geschossen haben. Man will die Seiten quasi verschlingen, um endlich das Gefühl zu erleben. Andreas und Sebastian führen einen wunderbar dahin.

Man merkt, dass die zwei wirklich mit vollem Herzen VfB Fans sind, sie leben es in jeder Zeile. Aber natürlich geht es nicht nur um diesen Tag. Viele Geschichten rund um den VfB, Anekdoten und Texte über große und nicht ganz so große Spieler des VfB finden den Weg in ihr Buch. Und das Andreas leider die große Karriere verweigert wurde. Oder er sie sich verweigert hat. Da Andreas nur einen knappen Vorsprung vor mir hat, kann man die erzählten Geschichten und Erlebnisse natürlich noch besser nacherleben. Ein wunderbarer Blick in die Vergangenheit.

Buch bestellen könnt ihr z.B. bei amazon.de oder via vertikalbuch.de

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twofourtwo x 242 / 061: Ein bisschen weniger

Derby, eigentlich eines der wichtigsten und oft auch stimmungsvollsten Spiele, die es für die zwei Mannschaften und deren beteiligten Fans. Nicht alles ist ein Derby, nur weil es die Medien verzweifelt versuchen daraus zu machen. Hoffenheim wird z.B. für den VfB nie ein Derby, ein Nachbarschaftsduell. Mehr nicht. Aber Karlsruhe, das ist ein Derby. Und das fiel dieses Jahr leider etwas aus.

Ich will hier gar keine Fans in Schutz nehmen, aber wenn man 400 bis 500 den Zugang zum Stadion verwehrt, weil aus dieser Gruppe einige negativ aufgefallen sind, dann fehlt für mich die Verhältnismäßigkeit. Kollektivstrafen sind einfach niemals gerechtfertigt, auch wenn einige genau in diese Kerbe schlagen. „Braucht man sich nicht wundern“, „die haben es schon verdient“, „wären sie halt immer friedlich“. Nein, das ist zu einfach. Werden in Zukunft dann auf dem Wasen auch Bierzelte geleert, wenn es dort eine Schlägerei drinnen gab? Bekommst du, weil einer auf der Autobahn neben dir geblitzt worden ist, auch einen Strafzettel? Auf diesem Niveau bewegen wir uns dann leider. Wenn ich lese, was die beiden Fanprojekte aus Karlsruhe und Stuttgart schreiben, dann liest es sich leider so, dass zuvor besprochene Vorgehensweisen kurzerhand über Bord geworfen wurden. Schade, für alle Fans, die nicht ins Stadion konnten.

Hilfreich wäre hier ein bisschen weniger Aufregung im Vorfeld. Von beiden Seiten. Ich weiß nicht ob es am Alter liegt, aber ich muss keine Statuen rot beschmieren. Vielleicht klappt es dann auch in Zukunft wieder mit einem stimmungsvollen Derby.

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twofourtwo x 242 / 060: Eine wirkliche Wahl

Was wurde nicht auf den Vereinsbeirat des VfB Stuttgart verbal eingeprügelt bevor die Auswahl der zwei finalen Kandidaten überhaupt feststand. Um eine unsägliche Aussage eines Journalisten frei wiederzugeben – es müsste eine Schlange bis auf die Mercedesstraße geben, mit Menschen, die sich entschuldigen müssten. War damals Quark, ist es auch heute, aber die Damen und Herren haben sich frei geschwommen. Natürlich waren einige Aussagen und die Dietrich-Verteidigung zur letzten Mitgliederversammlung kein Ruhmesblatt, aber jeder hat eine zweite Chance verdient und diese wurde genutzt. Unabhängig und mit einem sauberen Anforderungsprofil wurde ausgewählt.

Nun sollte man vielleicht Twitter nicht als den Gradmesser ansehen oder vielleicht eben doch. Die Wahl mit Claus Vogt und Christian Riethmüller wird auf dieser anderen sozialen Plattform fast ausnahmslos (vorsichtig gesagt) kritisch gesehen. Und das ist ein gutes Zeichen. Es ist eben kein Ex-Profi, kein Buchwald, auch wenn so einer oftmals gefordert wurde. Prima zu sehen auch beim „dunkelroten Tisch“ – ich zitiere frei „Ich hab es schon im Firmenforum geschrieben: da müssen überall Ehemalige hin“. Nein. Nur weil einer kicken konnte, ist das lange noch keine Qualifikation für das Präsidentenamt.

Beiden Kandidaten traue ich zu, einen kritischen Blick auf das Treiben an der Mercedesstraße zu haben und auch mal unbequem zu sein. Und beiden glaube ich, dass sie den VfB im Herzen haben und Präsident werden möchten, weil es ihnen wirklich um den Verein geht – ohne andere Absichten. VfB Mitglieder haben nun wirklich eine Wahl, eine Wahl zwischen zwei guten Kandidaten.

Anmerkung: Ich bin gespannt beide Kandidaten persönlich bei der VfBVIERERKETTE kennenzulernen. Die Veranstaltung am 28. November im SSC ist „ausverkauft“ – es gibt keine kostenlosen Tickets mehr. Wir werden die Veranstaltung aber auf jeden Fall online stellen.

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twofourtwo x 242 / 059: Weichenstellung

Der 7. November rückt immer näher und damit die Entscheidung, welche zwei Kandidaten bei der Mitgliederversammlung im Dezember zur Wahl stehen. Wie schon letzte Woche ausgeführt, wissen wir Fans eigentlich aktuell nur die Namen der vier letzten Bewerber*innen, von Konzept und Ideen wissen wir leider noch nichts.

Viele von uns werden Favoriten haben. Gerade in meiner Twitter Bubble dürfte Claus Vogt oft genannt werden. Seine Arbeit für den FC PlayFair scheint eine gute Grundlage zu sein, dass unter seiner Führung, der VfB und die Fans wieder näher zusammenrücken. Vogt gehört auch zu einem der wenigen Bewerber*innen, wo über ein Team rund um die Bewerbung zu lesen war. Rainer Adrion, der die VfB Amateure und viele Jugendspieler geprägt hat, bei der Mitgliederversammlung Wolfgang Dietrich quasi den Knock-Out verpasst hat, steht im Kompetenzteam von Claus Vogt. Ganz gute Voraussetzungen, wie ich finde.

Vermutlich wäre ich überrascht, wenn Vogt nicht unter den letzten Zwei ist und ich würde mir für diesen Fall, aber auch sonst vom VfB Vereinsbeirat eine ausführlichere Begründung der Absage wünschen. Nicht nur ein kurzer Satz „wir bedanken uns für die Bewerbung“, nein wirklich Gründe, warum es nicht gereicht hat, was gegen einen Kandidaten gesprochen hat. Damit kann Transparenz geschafft werden und hoffentlich auch aufkommender Unmut vielleicht im Keim erstickt werden.

Egal wer am Ende dann zur Wahl steht: ich bin dann gespannt auf die vorgestellten Konzepte und wünsche mir einen konstruktiven Wahlkampf – dadurch würde vor allem einer am Ende gewinnen: Der VfB.

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twofourtwo x 242 / 058: Von wegen nur Schwarz oder Weiß

Viele Diskussionen rund um den VfB. Fangen wir mal mit Tim Walter an. Nach drei Niederlagen, gegen die zwei Tabellenletzten sowie einer Klatsche gegen den Aufstiegskonkurrenten Hamburg war Kritik nicht wirklich angebracht. Sagte man. Zu schwarz. Man solle dem Trainer doch mehr Vertrauen schenken. Das in den drei Niederlagen Probleme zu Tage kamen, die schon länger zu sehen waren – geschenkt. Zu wenig aus dem Ballbesitz machen, zu viel (wilde) Wechsel, viele individuelle Fehler (die aber oftmals nur das Ende einer Fehlerkette sind). Also die Statistiken und Werte stimmen, das wird schon alles. Und bitte nicht jede Äusserung und Regung von Walter interpretieren. Okay, so sei es.

Auf der anderen Seite, die Kandidatensuche des Vereinsbeirat. Hier scheinen bei einigen, die das Vertrauen bei Walter einfordern, ganz andere Anforderungen zu gelten. Die anonymen Kandidaten hätten sich nicht selbst beworben, wären Kandidaten des Vereinsbeirats bzw. von Daimler/Porth. Und wieso überhaupt sucht der Beirat selbst Kandidaten? Weil es ihre Aufgabe ist, weil wir uns alle beschwert hätten, wenn nur Fridis zur Auswahl gestanden wären. Und ich habe nicht vergessen, dass der Beirat eher pro Dietrich war. Aber, neue Aufgabe und Vertrauen, denn auch für den Beirat ist die Auswahl/Suche neues Terrain. Der Prozess und die Kommunikation können bestimmt optimiert werden. Ich kann aktuell nicht entscheiden, ob ein*e Kandidat*in besser/schlechter geeignet ist, das kann niemand (auch wenn wir Favoriten haben) – wir alle kennen nicht die Konzepte. Ab 7. November wissen wir mehr – dann können wir uns gerne aufregen.

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twofourtwo x 242 / 057: Manchmal verlierst du, manchmal gewinnst du nicht

Ja, Phrasenschwein, ich weiß. Mir kommt es gerade so vor, dass sich der Vereinsbeirat des VfB Stuttgart genau in der Lage befindet bzw. bald befinden wird. Die Wahl der zwei Kandidaten für das Präsidentschaftsamt ist wirklich keine leichte Aufgabe und keine Aufgabe um welche ich die Damen und Herren beneide.

Du hast Kandidaten wie Guido Buchwald. Ein Großteil sieht natürlich den Spieler Buchwald, den Diego, einen der wichtigsten Spieler, die je das Trikot mit dem Brustring getragen haben. Deutscher Meister. Weltmeister. Man kann förmlich fühlen, wie viele Fans eine Nichtnominierung nicht verstehen könnten. Echter Roter. Wie kann man nur? Fachlich sehe ich bei ihm einfach Zweifel, ob er das Amt voll ausfüllen kann. Kandidaten wie Claus Vogt und Matthias Klopfer machen auf mich einen guten Eindruck, auch wenn ich natürlich ihr genaues Konzept nicht kenne. Ihnen traue ich auch zu, dem Aufsichtsrat bzw. dem Treiben einiger Herren beim VfB näher auf die Finger zu schauen. Beide bringen Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen mit. Keinen von den Beiden zu nominieren – das wäre für mich und andere wieder unverständlich. Dazu kommen noch weitere bekannte und nicht bekannte Kandidaten.

Es ist also quasi die berühmte Quadratur des Kreises. Egal wie die Entscheidung im November ausfallen wird. Sie wird Kritik hervorrufen. Von der einen oder der anderen Seite.

Ich wünsche dem Vereinsbeirat ein gutes Händchen bei der Wahl und gute Nerven. Auf das die Entscheidung ein guter und weiterer Schritt ist den VfB Stuttgart weiterhin zu erneuern.

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twofourtwo x 242 / 056: Verständnis für beide Seiten

Die Auswahl der Kandidaten für das Präsidentenamt beim VfB Stuttgart ist ja immer ein heikles Thema. Der Vereinsbeirat ist aktuell wirklich nicht zu beneiden. Aber immerhin steht den Mitgliedern zum ersten Mal seit Jahren eine wirklich Wahl bevor – es wird zwei Kandidaten geben. Bestimmt werden diese von eben dem Vereinsbeirat. Zehn Bewerbungen gibt es, die formal korrekt und fristgerecht eingegangen sind. Neben den Bewerbungen kann der Vereinsbeirat auch selbst einen Kandidaten – ganz ohne Bewerbung – vorschlagen. Neben der formalen Prüfung werden die möglichen Bewerber und es ist auch eine Bewerberin dabei, nun bezüglich Konzept und Eignung abgeklopft. Danach folgen persönliche Gespräche.

Ich kann den Wunsch vieler Fans, auch des Commando Cannstatt nachvollziehen, die Namen aller Kandidaten gerne zu wissen. Da die Auswahl bei den letzten Wahlen alles andere als transparent war und am Ende einfach ein Kandidat feststand. Da liegt es nahe, gerne wissen zu wollen, wer sich beworben hat, damit auch jegliche Mauschelei oder das Platzieren eines vom VfB gewünschten Kandidaten ausgeschlossen werden kann.

Die andere Seite, die einiger Bewerber, die (noch) nicht an die Öffentlichkeit gehen möchten, kann ich auch verstehen. Den Wunsch nach der Anonymität, bis eine mögliche Kandidatur fix ist, kann unterschiedliche Gründe haben. Der aktuelle Arbeitgeber (ob Firma oder Stadt) weiß noch nichts von seinem Glück. Um nur einen Grund zu nennen. Das gilt es, so finde ich, zu respektieren.

Auch wenn es nach den letzten Jahren vielleicht nicht einfach ist, sollten wir dem Vereinsbeirat einen Vertrauensvorschuss geben.

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twofourtwo x 242 / 055: Welches Jahr schreiben wir?

Es gibt sie, diese Momente in denen einen der VfB überraschen kann. Nein, nicht einmal spielerisch, sondern mit einer Einstellung, die wir Fans aus den letzten Jahren gar nicht kannten. Der VfB Stuttgart gewinnt 3:2 in Regensburg. Pflicht erfüllt, der erste Auswärtssieg und man grüßt zum ersten Mal von der Tabellenspitze. Genug Gründe um zufrieden zu sein. Vor allem beim VfB, vor allem in den letzten Jahren. Da wurde eher schneller einmal ein Gang zurückgeschaltet und das nächste Spiel, vielleicht nicht mehr mit der vollen Ernsthaftigkeit angegangen.

In dem Nachbericht zum Spiel aber passierte aber etwas Ungewöhnliches. Hochoffiziell teilte man mit, dass man sich natürlich über den Sieg freut, aber es war auch direkt die Rede von „Punkten, die verbessert werden müssen“. Wow, das ist nicht mehr das „in Mainz muss man nicht gewinnen“ oder „Bonusspiel“, das fühlt sich mehr an nach „ganz nett da oben, aber wir sind mit dem Sieg alleine noch nicht zufrieden“. Und natürlich gibt es eben viele Punkte die noch optimiert werden können: allen voran die Chancenverwertung und auch die Abwehr darf gerne etwas sicherer stehen.

Was mich einfach so freut, es ist neben dem was wir auf dem Spielfeld sehen, was auch eine postive Entwicklung ist, etwas was die letzten Jahre gefehlt hat. Nicht zufrieden sein, vor allem nicht zu früh zufrieden zu sein. Und das ist ein verdammt wichtiger Schritt raus aus der – sorry – Vergentnerisierung des VfB in den letzten Jahren. Und jetzt dranbleiben, lieber VfB.

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twofourtwo x 242 / 054: Werft die Hüte in den Ring!

Langsam geht es in die heiße Phase und der Vereinsbeirat muss bald die Kandidaten für die Wahl des Präsidenten vorstellen. Öffentlich bekannt sind die in den Ring geworfenen Hüte von Matthias Klopfer und Claus Vogt. Wobei hier aus der Mercedesstraße noch nicht viel zurückgeworfen wurde – nicht einmal der Hut. Dann gab es noch Jürgen Klinsmann, der schon (auch wenn es über eine Berateragentur war) im Kontakt mit dem VfB war. Zu sehr viel mehr kam es nicht, da der Hut von Seiten des ehemaligen Käfer-Fahrers wieder zurückgezogen wurde. Irgendwas mit nicht passender Kommunikation und Ansichten.

Nun noch Guido Buchwald. Deutscher Meister, Weltmeister, Idol. Auf dem Platz. Als Präsident? Da fehlt mir ein bisschen die Vorstellungskraft. Aber auf einmal kommt Klinsmann wieder ums Eck. Mit dem Guido würde es dann doch gehen. Also vielleicht, im Gegensatz zu Gaiser oder Ohlicher. Hallo Kindergarten!

Und dann ist da ja noch der VfB, der uns allen bestimmt ja auch noch einen, pardon, seinen Kandidaten präsentieren wird. Also eben jenen Kandidaten, der vom Freundeskreis geduldet und gewünscht ist. Der Kandidat der für nicht zu viel Neuanfang steht, eher für „Wir-machen-einfach-weiter-so“ steht. Über den hört man allerdings noch nichts, aber der Kandidat wird kommen. Dazu die Frage wer von den anderen Kandidaten zur Wahl gestellt wird. Mit einem Buchwald hätten sie einen prominenten Gegenkandidaten. Klopfer und Vogt wären vermutlich keine große Gefahr. Aber wie kann man dem Fanvolk erklären, warum die VfB-Legende Buchwald abgelehnt wurde? Ich bin gespannt.