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twofourtwo x 242 / 020: Nehmt dem Mann das Geld weg

Keine Frage, unter Jan Schindelmeiser lief auch nicht alles gut in Sachen Transfers. Schindelmeiser hatte nicht so viel Geld zur Verfügung und Transferflops bewegten sich im Rahmen von 2-3 Mio Ablöse und auch das Gehalt für die Spieler war nicht zu hoch. Mangala, Ailton, Ofori und wie sie hießen dürften im unteren sechsstelligen Bereich verdient haben. Für Spieler wie Akolo wird man auch noch einmal eine Ablöse generieren können. Es waren aber halt auch einfach ein paar Treffer dabei.

Auf der anderen Seite haben wir die Ausgliederungs-Geld-Vernichtungsmaschine Michael Reschke. Gehen wir mal davon aus, dass Gonzalo Castro auf jeden Fall 2 Millionen im Jahr verdient, dann liegt dieser Transferflop – oder vorsichtig ausgedrückt „Missverständnis“ -bei 12 Millionen Euro. In Worten: zwölf. Dazu kommt schlecht investiertes Geld in Daniel Didavi, der das Neckarstadion auf dem Rasen in den letzten zwei Jahren mit Wolfsburg wohl schon öfters betreten hat, als jetzt mit dem VfB. Plus noch so ein paar andere Verpflichtungen (Verlängerungen), die im Unterhalt teuer sind und uns keine Ablöse mehr bringen werden.

Wenn man jetzt, wie im Kicker zu lesen, erste Sondierungsgespräche mit Gentner, Beck und Aogo führt – deren Verträge zum Saisonende auslaufen – dann kann es einem Angst und Bange werden. Weiterhin viel Geld für bescheidene Leistungen scheint die Prämisse von Reschke zu sein. Dennis Aogo wäre der einzige, bei dem man Stand heute aktuell darüber nachdenken könnte – wenn die Konditionen stimmen. Ansonsten: will ernsthaft jemand, dass Reschke die Chance bekommt noch mehr Geld zu verbrennen?

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twofourtwo x 242 / 019: Starke regionale Lügen

Es gibt Menschen, die kann ich nicht leiden, wenn diese Menschen dann offensichtlich und ohne jede Hemmung lügen, dann ist alles zu spät. Ich darf vorstellen, ihr ahnt es vielleicht bereits: Wolfgang Dietrich. In der gestrigen VfB-Foyer-Veranstaltung der Stuttgarter Nachrichten, zu der man neben Dietrich, auch noch – warum auch immer – Uli Hoeneß eingeladen hatte. Würde in München irgendeine Zeitung auf die Idee kommen, den Präsidenten des VfB Stuttgart zu einer Diskussion rund um „125 Jahre Bayern“ einzuladen. Sicher nicht, aber es passt zur Demut der Stuttgarter Medien und des VfB hier den Blick Richtung Osten auf der A8 zu richten.

Darum soll es aber gar nicht gehen. Ich zitiere Wolfgang Dietrich:

Habe nie gesagt, dass ein zweiter Investor aus der Region kommen muss. Das war nie die Prämisse und war nie in einer Form, in unserer Kampagne ein Thema.

Ich zitiere aus dem Video zur Ausgliederung

So holen wir begeisterte Partner in unser Team, die in unseren Sport investieren. Starke regional verwurzelte Unternehmen sind unser Heimvorteil, diesen wollen wir nutzen.

Dazu ein Screenshot aus dem Video:

regional-verwurzelt

Natürlich, wie könnte da jemand auf die Idee kommen, dass ein zweiter Investor aus der Region kommen sollte, bei dem Text und vor allem der Grafik. Das müssen wir alle total falsch interpretiert haben. Vielleicht war auch das Geld aus eine Grafik der Welt zu zeichnen. Zugegeben, diese Chuzpe muss man erst einmal haben, sich da jetzt so hinzustellen. Es bleibt aber einfach nur eines: Eine Lüge!

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twofourtwo x 242 / 018: Beim ersten Mal tat es noch weh…

…beim zweiten Mal nicht mehr so sehr. Machen wir uns nichts vor, wir bewegen uns mit großen Schritten auf den zweiten Abstieg innerhalb von drei Jahren zu. Aktuell rettet uns wohl nur ein Wunder. Und ja, wir stehen absolut berechtigt auf dem letzten Platz. So mutlos und kraftlos wie wir tritt fast kein anderer Bundesligist auf. Selbst Düsseldorf erkämpft sich ein Unentschieden in München. Ein Spiel das unsere Führung und Spieler schon vorab verloren geben.

Beim letzten Abstieg wurde oft gesagt, dass ein Abstieg die Chance auf einen Neustart sein kann, dass der VfB sich neu aufstellen kann. Die Chance wurde genutzt und bis zur Entlassung von Schindelmeiser auch halbwegs sinnvoll genutzt. Die Vorzeichen bei einem erneuten Abstieg wären leider ganz andere. Der Verein ist eine AG, das einmalige Geld von Daimler ist verbrannt, der Kader macht jedem Rentnerparadies in Florida Konkurrenz inklusive langfristiger Verträge zur Altersvorsorge. Während wir vor drei Jahren nur sportlich am Ende waren, werden wir es diesmal auch finanziell sein. Dazu kommt ein immer noch durch die Ausgliederung gespaltener Verein, vor allem unter den Fans. Ob diese nochmal so leidenschaftlich und in so großer Anzahl ins Stadion kommen, auch das darf bezweifelt werden.

Ein erneuter Wiederaufstieg erscheint heute so weit entfernt, wie der VfB von halbwegs vernünftigem Fußball. Reschke und Dietrich werden versuchen das mit aller Macht zu verhindern. Die Gerüchte lassen nichts Gutes ahnen. Wenn die Zwei bei einem Abstieg sicher weg sind – es wäre ein Anfang.

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twofourtwo x 242 / 017: Verein für (Wahrheits)Beugungen

Unser Sportdirektor Reschke nennt das ja gerne mal Wahrheitsbeugung. Im Wörterbuch Reschke – Deutsch findet man das einfach unter „Lüge“. Aber um ihn soll es nicht gehen, sondern um meinen großen Freund Wolfgang Dietrich und seine Haus- und Hofpresse aus Möhringen.

Letzte Woche kamen wieder Berichte auf, dass der neue Investor des VfB vermutlich nicht im Großraum Stuttgart, nicht mal in Württemberg oder in Deutschland zu finden ist. Hauptsache er passt zum VfB ist mittlerweile das Credo. Alle halbwegs sinnvoll denkenden Unternehmen wie Kärcher, Würth & Co. sehen vermutlich einfach zu wenig Plan, Konzept in Bad Cannstatt, um hier 40 oder 50 Mio zu versenken und müssen sich auch nicht andere Automobilkonzerne vom Hals halten. Verständlich. Nichts neues. Dass es aber der StN/StZ nicht zu blöd ist, hier zu schreiben, dass das „regionale“ ja noch aus Zeiten von Wahler kommt, ist schon ein starker VfB-PR-Journalismus. Um am Tag darauf noch ein „naja, nur weil es in dem Erklärvideo heißt regionale Partner, heißt es im Umkehrschluss ja nicht, dass die nicht wo anders herkommen können“ hinterher zu schieben, könnte direkt aus der Feder von Dietrich stammen. Die unabhängige Presse möchte wohl auf keinen Fall den einzigen relevanten Inhalt ihres Qualitätsblattes verlieren und schreibt schön nach Gutdünken des Präsidenten.

By the way: Ein Investor muss natürlich nicht aus der Region kommen. Nur, wenn man das für den Stimmenfang in der Ausgliederungskampagne so betont, dann bekommt man das jetzt eben unter die Nase gerieben und wird der Wahrheitsbeugung beschuldigt.

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twofourtwo x 242 / 016: Von richtigen Zeitpunkten

Wir VfB-Fans kannten das Gefühl ja schon gar nicht mehr. Ein Tor, noch ein Tor und am Ende sogar ein Sieg auf dem Konto. Dieser Sieg kam natürlich genau zum richtigen Zeitpunkt, aus vielen Gründen. Nachdem sich Hannover, Düsseldorf und der VfB die letzten Wochen überboten hatten, wer sich dämlicher anstellt um am Ende der Tabelle zu stehen, war am 11. Spieltag gemeinsames Gewinnen angesagt. Kurz und gut, ohne einen VfB-Sieg wäre der Abstand zum rettenden Ufer doch schon etwas bedenklich geworden. Nach den zu starken Gegnern der letzten Wochen kam Nürnberg auch genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Stimmung in der Mannschaft, so wurde es ja immer wieder beteuert, war trotz der Tabellensituation noch intakt, auch wenn man da anderes hören konnte. Für das Seelenheil der Mannschaft kam dieser Sieg also wohl auch zum richtigen Zeitpunkt, bevor es hier noch mehr zu kitten gibt.

Hoffentlich auch zum richtigen Zeitpunkt, dass einige Führungsspieler langsam einmal merken, dass sie einerseits verzichtbar sind und sich nun wieder durch Leistung beweisen müssen, um wieder in die Startelf zurückzukehren. Badstuber und Castro dürfen sich hier angesprochen fühlen. Wenn wir jetzt noch Gentner, aber lassen wir das…

Natürlich war der Sieg nicht grandios, natürlich war es keine spielerische Befreiung, das konnte aber auch keiner erwarten. Aber man hatte das Gefühl, dass Weinzierl die Mannschaft gut auf Nürnberg eingestellt hatte und die Jungs mit dem Brustring endlich mal 90 Minuten auf dem Platz waren. Es geht voran, in ganz kleinen Schritten.

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twofourtwo x 242 / 015: Warum die Ausgliederung nachwirkt

Verfügbares Geld und der VfB – eine verhängnisvolle Geschichte. Die Ausgliederung ist ein perfektes Beispiel dafür. Zuvor wurden Transfers für junge Spieler bis 5-6 Mio getätigt. Geld wurde behutsam ausgegeben, einige Transfers standen nie zur Debatte, weil sie zu teuer gewesen wären. Nach der Ausgliederung war nun (Spiel)geld da und das wurde großzügig in Spieler investiert, die sich der VfB ohne Ausgliederung sicher nicht leisten könnte. Beck, Badstuber, Aogo, Gomez, Didavi, Castro. Teilweise mit Ablöse, teilweise ohne – alle eint das großzügige Gehalt. Und eine Abkehr vom eingeschlagenen Weg. Dieser Weg hatte sich für die meisten Fans in der zweiten Liga sehr gut angefühlt. Man fühlte sich mit der Mannschaft mehr verbunden wie in den Jahren zuvor. Auf dem Platz hat die Mannschaft eigentlich auch ganz gut funktioniert. Und dann wurde dieses Konzept dank Ausgliederung und dem Wechsel zu Reschke wieder mal geändert. Mittelfristig wurde mal wieder mit kurzfristig getauscht – man hatte schließlich „Ja zum Erfolg“ gesagt.

Spielglück und eine fitte Mannschaft hat in der Rückrunde einen Hauch von kurzfristigem Erfolg gebracht, spielerische Mängel aber gekonnt überspielt. Jetzt sind die Erfahrenen leider ein Gesicht der Misere. Zu langsam auf dem Platz und im Kopf. Ja, die Jungen stehen auch neben sich. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass man mit dem Vor-Ausgliederungs-Konzept besser dastehen würde – auch finanziell.

Deswegen glaube ich, dass die Ausgliederung auch mitverantwortlich an der aktuellen sportlichen Misere ist, weil man für den vermeintlichen Erfolg, das vorhandene Konzept über den Haufen geworfen hat.

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twofourtwo x 242 / 014: Verein für Brutalaussetzer

Aussetzer: plötzlicher, vorübergehender Ausfall von etwas

Jeder von uns hatte schon mal einen Aussetzer, vielleicht bei einer Klausur, vielleicht bei der Fahrprüfung oder einfach die PIN der EC-Karte vergessen. Passiert. Und jeder Mannschaft sei auch zugestanden, dass sie mal kollektiv einen Aussetzer hat. Betonung liegt auf einen Aussetzer. Nicht mehrere und lang anhaltende in einem Spiel und vor allem nicht durchgehend viele Spieltage hintereinander.

Was stimmt nicht mit euch? Gegen Dortmund seid ihr die ersten 25 Minuten nur mit dem Körper auf dem Platz gewesen, gegen Hoffenheim habt ihr eine gute erste Halbzeit in 15 Minuten weggeworfen. Von den anderen Spielen dieser Saison gar nicht zu sprechen. Verunsicherung? Ja, das mag bestimmt ein Grund sein, würde aber nicht erklären, wieso die erste Halbzeit gegen Hoffenheim so viel konzentrierter geführt wurde. Es muss eine Mischung aus vielen Faktoren sein. Leider kann ich nicht in eure Köpfe sehen.

Nicht der letzte Wille gewinnen zu wollen, nicht die letzte Überzeugung das Spiel gewinnen zu können, bestimmt auch eine schlechte Taktik eines Trainers. Was ich aber von euch erwarte ist das Spiel über zwei Halbzeiten so zu gestalten, wie die zweite Halbzeit gegen Dortmund und die erste gegen Hoffenheim. Einsatz, Konzentration und den Willen das Spiel gewinnen zu wollen. Über komplette 90 Minuten. Wenn es dann immer noch nicht klappt und man mit 0:2 gegen die Eintracht verliert, dann können es euch die Fans deutlich besser verzeihen, als die letzten zwei absolut blamablen Auftritte mit den Brutalaussetzern in der Bundesliga.

VfB

Was dem VfB fehlt – oder was mir beim VfB fehlt

Manches passt nicht in 242 Wörter und muss ausführlicher beschrieben werden. Jetzt, da der VfB Stuttgart mal wieder in der alljährlichen Herbstdepression steckt, wird mir manches wieder bewusster, sehr viel bewusster.

Vergangenheit ist Vergangenheit, das ist mir natürlich bekannt. Und viele von euch können das Thema Schindelmeiser und Wolf nicht mehr hören. Es geht mir auch nicht darum die beiden auf einen Thron zu heben – das wäre nicht berechtigt. Ich kann natürlich nicht wissen, wie es unter den beiden gelaufen wäre und wie der VfB Stuttgart heute mit den beiden dastehen würde. Besser, schlechter – wir wissen es nicht und wir werden es nie erfahren. Aber die haben doch auch… – ja die beiden waren nicht fehlerfrei, Schindelmeiser hatte Transfers die nicht gezündet haben, Spieler die schnell wieder verkauft wurden oder sich eben gar nicht entwickelt haben. Wobei dies auch einfach ein Teil seiner Strategie war – aber geschenkt. Wolf hat Fehler in Aufstellung und Einschätzung von Spielern bzw. der Gruppendynamik gemacht. Auch alles richtig.

Aber. Jetzt kommt das große Aber. Ich konnte bei den beiden und damit beim VfB eine Idee, ein Konzept, eine Philosophie erkennen. Schindelmeiser wollte den VfB mit jungen Spielern voranbringen. Wenn es gut läuft, werden diese mit Gewinn weiterverkauft. Dazu ein paar ältere erfahrene Spieler, wie z.B. Zieler. Das sah alles nicht ganz schlecht aus. Die Transfers wurden mit Wolf abgestimmt und die beiden haben sich die Bälle zugespielt und gemeinsam versucht den VfB voranzubringen. Man hatte das Gefühl, dass der Abstieg als Chance genutzt wurde – der lang erhoffte Neuaufbau, die Neuausrichtung. Und ja, ich hatte das Gefühl, das „schwierige Umfeld“ trägt das alles mit. Man konnte sich mit der Mannschaft und der Ausrichtung generell in der 2. Liga anfreunden. Positive Stimmung, ein Hauch von Euphorie.

Und für was steht der VfB Stuttgart heute? Ich bin mir sicher, keiner beim VfB Stuttgart kann uns dazu eine wirkliche gute Antwort geben. Sie wissen es nicht. Der Ansatz der da war, wurde wieder einmal über den Haufen geworfen. Mit der Entlassung von Schindelmeiser war vielen klar, dass Wolf nicht mehr viel Kredit und Rückhalt haben würde. Reschke – wir erinnern uns gerne an die Reschkerampe und die ahnungslose Vollidioten Zeiten – setzte einerseits auf ältere Spieler und Dank Daimlermillionen auf teurere Talente zur neuen Saison. Dazu Didavi und Castro – Transfers, die man nicht so wirklich verstehen konnte – heute noch weniger als in der Sommerpause. Tayfun Korkut schien in die Kaderplanung nicht wirklich einbezogen zu sein – warum auch? Für was diese Mannschaft, dieser VfB stehen soll – ehrlich, ich werde nicht schlau draus und viele anderen auch nicht. Die positive Stimmung von einst, der Versuch des Neustarts – alles dahin. Wir befinden uns genau in der Situation, in der Dauerschleife vor dem Abstieg. Trainer kommen und gehen, Spieler kommen eher gefühlt auf persönlichen Befindlichkeiten oder Befindlichkeiten von Beratern. Paradebeispiel hier: Daniel Didavi. Unter Schindelmeiser undenkbar, dass er zurückkommt, weil er ablösefrei ging und nun den VfB Ablöse kostet, unter Reschke kein Problem. Da war der Herzenswunsch von Wolfgang Dietrich endlich erfüllt. Und damit haben wir ein großes Problem. Dietrich stellt sich eben nicht in den Dienst des VfB Stuttgart, er stellt sich über den VfB. Sein Ego duldete keine starken Mann, mit starker eigenen Meinung neben sich. Resultat aktuell bekannt: Chance auf den Neustart vertan und verschenkt.

Und die ach so kritischen Fans, das ach so schwierige Umfeld war doch gar nicht so unzufrieden mit der Entwicklung in der zweiten Liga. Dass auch durch Erklärbärvideos zur Ausgliederung und den einhergehenden Daimlermillionen von Seiten des Vereins die Erwartungen hochgeschraubt wurden, das übersehen die Experten und Journalisten deutschlandweit gerne einmal. Und nun, Schulterzucken, Fragezeichen, wie geht es mit unserem VfB weiter.

Wo geht es hin, welche Ausrichtung hat der VfB? Für was zur Hölle steht der VfB Stuttgart eigentlich? Sollte dies einer an der Mercedesstraße lesen – ich freue mich über eine Antwort für was unser VfB steht. Wir stehen vor den gleichen Fragen wie vor über zwei Jahren. Der VfB scheint nichts gelernt zu haben aus dem Abstieg 2015/2016. Und das stimmt mich ziemlich traurig und macht mir Angst in Bezug auf die aktuelle Saison.

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twofourtwo x 242 / 013: Aber das kritische Pub… SMAUL

Ich. Kann. Es. Nicht. Mehr. Hören. Jetzt noch der Jan Aage Fjortoft, der mal wieder in das altbekannte Horn bläst, von dem ach so kritischen Publikum in Stuttgart. Früh pfeifen würden wir. Okay, es steht 0:3 nach 25 Minuten, die Mannschaft lässt sich willenlos, ohne jegliche Gegenwehr vorführen. Dazu Tabellenplatz 17 und eine spielerische Offenbarung nach der anderen. In der Halbzeitpause gibt es vereinzelte Pfiffe, vor allem von der Haupttribüne.  Und das scheint wohl exklusiv in Stuttgart so zu sein. In keinem anderen Stadion der Welt würde es Pfiffe geben, wenn die eigene Mannschaft 0:3 zurückliegt und nicht den Hauch eines Ansatzes gezeigt hätte, sich irgendwie dagegen zu wehren.

Was ich gehört habe, war ein Kurve die selbst bei 0:3 unterstützt hat. Nachdem die Jungs mit dem Brustring gemerkt haben, dass man doch Einsatz zeigen darf, grätschen und kämpfen darf (Frage an der Stelle: wieso erst nach 45 Minuten, als ihr hoffnungslos zurückliegt?), war der Support in der zweiten Halbzeit komplett da. Vielleicht sollten die, die so gerne die Fans des VfB kritisieren, mal vielleicht nicht ihren Arsch auf der Haupttribüne plattsitzen, sondern die Kurve aufsuchen. Aber klar mit nem Scampispieß in der Hand auf der Haupttribüne oder daheim vor dem Fernseher kann man sich super einen Eindruck verschaffen, wie kritisch und böse das schwierige Umfeld in Stuttgart ist.

Ehrlich, ich kann euch nur eines sagen, euch tollen Experten von außerhalb, die den VfB aus der Ferne beurteilen: Haltet die Fresse oder kommt mal in die Cannstatter Kurve.

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twofourtwo x 242 / 012: Der einfache Trainerwechsel

Nein, es geht nicht darum, dass der Trainerwechsel einfach war, also der Weg von Korkut zu Weinzierl. Es geht um den einfachen Fußball oder das was Spieler des VfB Stuttgart als einfachen Fußball ansehen. Nach dem Wechsel von Hannes Wolf hin zu Tayfun Korkut war der erfahren Dennis Aogo froh darüber, dass der neue Trainer die Spieler (oder ihn) nicht mehr mit Informationen überfrachtete. Also irgendwie doch einfacher Fußball, weniger Anweisungen, weniger Taktik, mehr reduziert auf das Wesentliche. So konnte man das rauslesen. Nun ist Korkut Geschichte und Markus Weinzierl neuer Trainer. Nun steht der nächste erfahrene Spieler auf der Matte, bei diesem Trainerwechsel ist es Andreas Beck, der meinte man müsse zu den Basics, zu dem einfachen Spiel zurück.

Wenn Korkut den Fußball laut Aogo schon einfacher machte, wie einfach muss ihn dann Weinzierl machen, dass einige Spieler irgendwas auf Dauer damit anfangen können. Natürlich gibt es einen Trainerwechseleffekt, die Spieler wollen und müssen sich wieder im Training beweisen. Das ist menschlich und auch ein verständlich. Aber wieso braucht gefühlt die halbe Mannschaft alle sechs bis neun Monate einen neuen Trainer, der ihn den Fußball wieder einfach macht, der sie zu den einfachsten Fußballtugenden zurückbringt? Ich möchte gar keine Vergleiche zu anderen Berufsgruppen ziehen, nur sollte ich doch von einem Fußballprofi erwarten können, dass grundlegende Fähigkeiten nicht ständig neu in Erinnerung gerufen werden müssen. So viel Schuld Korkut an der Misere hatte, die Mannschaft hat mal wieder ihren Teil dazu beigetragen.