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twofourtwo x 242 / 048: Das Ende von LeGente

Zugegeben war ich nie ein großer Fan von Christian Gentner und werde es in Zukunft noch weniger sein. Dass sein Vertrag nach vielen Jahren beim VfB Stuttgart nicht verlängert wurde, war über die letzten Monate abzusehen. Vor allem der Wechsel von Reschke hin zu Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat dürfte die entscheidende Wendung gewesen sein, dass Gentner in den Planungen beim VfB keine Rolle mehr spielt. Wie auch Dennis Aogo und Andreas Beck.

Die beiden letztgenannten haben es aber über Instagram geschafft sich von den Fans (und dem VfB) professionell zu verabschieden. Aogo nimmt man seine Worte ab. Für Beck, der wie Gentner wohl sowas wie ein „echter Roter“ ist, bestimmt keine einfachen Zeilen, aber auch er hat es getan. Nicht aber der Mann, dem der Verein ja so am Herzen hängt, seit Bekanntgabe der Nicht-Verlängerung befindet sich Gentner schmollend in der Ecke. Einige mögen sagen: „richtig, so wie der abserviert wurde“. Vergessen aber, dass eben dieser Gentner eines der Gesichter von zwei Abstiegen ist und wenn man sieht wie Walter z.B. im Spiel gegen Zürich spielen lies – da kann man sich beim besten Willen keinen LeGente mehr auf dem Platz vorstellen.

Ausgerechnet Union Berlin. Ja, das hat bei mir ein Geschmäckle. Den Verein, der auch Dank Capitano Gentner in der Bundesliga spielt. Klar er kann machen was er möchte – ich hoffe er hat sich mit diesem Move aber den Weg zurück zum VfB dauerhaft versperrt.

Ein echter Roter hat mehr Fingerspitzengefühl.

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twofourtwo x 242 / 047: Kabak, Kommunikation, Kuschen

Gleich vorneweg, der Wechsel von Kabak war zu erwarten und ist auch kein Thema. Ihm kann man diesen Vorwurf nun nicht machen, dass er keine Lust auf zweite Liga hat. Der Vorwurf gilt ganz alleine Reschke und dem Mann, der ihn eingestellt hat. Solche Klauseln sind einfach – deutlich gesagt – ein Stück Scheiße. Und es braucht auch keiner kommen, dass man den Spieler dann halt nicht bekommen hätte. Mit Beraterhonoraren und allem können wir froh sein, wenn das kein Minusgesschäft war. Natürlich hat Reschke rechtlich in Ordnung gehandelt, von der Moral möchte ich aber gar nicht sprechen.

Und da kommen wir zum Thema Kommunikation. Hitzlsperger stellt sich hin und sagt, dass alles gut ist und man kein Groll gegenüber Reschke hat. Wieso muss der VfB immer so klein beigeben? Wieso kann man nicht einmal, gut formuliert sagen, dass man mit dem Handeln von Reschke einfach nicht einverstanden ist. Das geht, Kommunikation kann so viel erreichen. Überspitzt und ganz populistisch, kann man ihm auch sagen, dass er sich nicht mehr hier (falls wir mal wieder Bundesliga spielen) im Neckarstadion blicken lassen soll. Auch wenn das vielleicht too much ist, aber ein deutliches Signal in der Kommunikation, in der Außendarstellung. Der VfB sollte und muss sich nicht alles gefallen lassen. Hier wird immer gleich gekuscht statt Stärke zu zeigen.

Auch gegenüber der DFL bei noch so merkwürdigen Ansetzungen von Partien. Andere Vereine, Trainer monieren da gerne mal was – beim VfB wird alles klaglos hingenommen. Bitter.

VfB

Keine Illusion

Ich gebe mich schon lange keiner Illusion mehr hin. Ein absoluter Großteil der Fans will alle zwei Wochen im Stadion unterhalten werden, dazu gehört natürlich ein bisschen Fußball, die tolle Stimmung genießen und dazu winkt Fritzle ins Publikum, es gibt was zu Essen und zu Trinken. Ein Samstag Nachmittags Programm für die ganze Familie oder mit ein paar Freunden. Sieht man auch daran, wie gut gelaunt einige direkt nach einer Niederlage aus dem Stadion gehen können, so als ob nichts war und der VfB (wie in dieser Saison) nicht noch einen weiteren Schritt Richtung Abstieg taumelte. Die gute Stimmung im Stadion ist im Ticketpreis inkludiert und wenn da mal in der Kurve Ruhe ist, wie bei einem Protest über eine Halbzeit die Saison, dann hört man da schon öfters ein “das dürfen die aber nicht” oder ein “die müssen aber Stimmung machen”. Kurzer Hinweis an dieser Stelle: nein müssen sie nicht. Sie müssen auch keine Choreo machen, die man dann wieder schön in die Profil- oder Kopfbilder auf Instagram oder Facebook pappen kann. Und “Dietrich raus!” dürfen sie natürlich auch nicht rufen, wo kommen wir da hin, wenn jemand eine eigene Meinung hat und die auch noch publik macht.

“Wir”, dazu zähle ich eben alle Fans, die Wolfgang Dietrich kritisch hinterfragen, denen eine Niederlage noch das ganze Wochenende verhageln kann, denen es ist nicht egal ist wie (einmalige Ausgliederungs-)Millionen verbrannt werden, “wir” sind ein kleiner Teil. Auch heute würde eine Ausgliederung mit der richtigen Kampagne, ein paar schicken Reden, Videos und populistisch ausgerufenen Zielen, durchgewunken werden. Vielleicht nicht mehr mit gut 85%, vielleicht nur noch mit 75%, aber es würde reichen. Einem Großteil der Fans ist es nämlich einfach egal, ob dem VfB ein Wolfgang Dietrich oder ein anderer Präsident voransteht. Ob Dietrich mit Quattrex verbandelt ist und wie – auch das erscheint unwichtig, vielleicht ist es auch einfach zu schwer zu verstehen, es ist zu komplex. Man möchte doch nur den VfB gewinnen sehen, ein schickes neues Trikot kaufen und ein Bier und ne Wurst essen. Und ja, das ist jetzt sehr vereinfacht gesprochen, aber trifft den Kern vielleicht doch ganz gut. Und nochmals ja, es trifft mit Sicherheit nicht auf alle Fans zu. Aber so lässt sich erklären, warum großspurige Reden mit Erfolg und der VfB gehöre wieder nach vorne usw. einfach immer noch und immer wieder funktionieren werden. Die Sehnsucht nach dem Erfolg und der Strahlkraft des “alten” VfB Stuttgart, damals vor vielen Jahrzehnten.

Und diese zwei Seiten werden nie zusammenfinden – einen großen Anteil daran hat Wolfgang Dietrich. Da er den Verein wie kein anderer gespalten hat. Im Frühjahr, als die Themen Quattrex Dank Benjamin Hofmann (kicker) wieder aufkochten, wurde man auf das Ende der Saison vertröstet. Dort wäre dann natürlich genug Zeit sich den Fragen und offenen Punkten in einem Dialog zu stellen. Bald vier Wochen nach dem Abstieg gegen Union Berlin – die Vorbereitung zur neuen Saison hat bereits wieder begonnen – Schweigen im Walde. Kein Anzeichen, dass Dietrich das irgendwie ernst meinte. Zusammenhalt war das wichtige Thema, aber natürlich nur, wenn es ihm in den Kram passt. Und es gibt so viel Bedarf für eine Dialog vor der Mitgliederversammlung. Der Fragenkatalog des Fanausschuss: unbeantwortet. Die ganzen Fragen der Fans: unbeantwortet. Das ist kein Dialog, da ist auch weiterhin kein Wille da auf die „krakeelenden Fans“ zuzugehen.

Am 14. Juli ist Mitgliederversammlung, viele eingereichte Anträge zur Abberufung von Dietrich. Jetzt kommen natürlich die Dietrich-Freunde angerannt. “Der Verein steht so gut da wie noch nie”, “er hat ja so viel bewegt”. Um da nur mal ein paar exemplarische Meinungen, die einem auf Twitter entgegenkommen zu zitieren. “Macht es doch besser” oder “schlagt doch Alternativen vor, wenn ihr es besser wisst” sind dann die Höhepunkte in der Argumentationsreihe der Dietrich-Crew. Gegenfragen, was Dietrich besser gemacht hat, was sich verbessert hat, wo die berühmten Rahmenbedingungen so viel besser geworden sind: Todesstille. Der Antrag wird vielleicht auf die Tagesordnung kommen, von Erfolg wird dieser nicht gekrönt sein. Weitere populistische Reden (von Dietrich und seiner Daimler-Support-Crew), irgendwas mit Schutt und Asche, irgendwas mit der DFL und Konsequenzen und das Anliegen wird abgeschmettert. Ein Denkzettel für ihn, maximal.

Und das ist erstaunlich, zeigt aber, dass die Sicht des schwierigen UmfeldesTM eine andere ist, wie die der breiten Masse. Natürlich hat Dietrich den Abstieg zu verantworten. Es war seine “einstimmige” Personalentscheidung, die Reschke gegen Schindelmeiser getauscht hat. Die Entscheidungen von Reschke, die Millionen verbrannt haben, sind also durch Dietrich eingeleitet worden. Das Blenden lassen des 7. Platzes in der Vorsaison. Der aufgeblähte millionenteure Kader, der jetzt mühevoll wieder entschlackt werden muss. Die Entscheidung Weinzierl länger zu halten, da man nicht als Trainerfresser (haha) VfB dastehen wollte – ein wichtiger Mosaikstein für den Abstieg. Seine katastrophale Außendarstellung (“steht quer im Stall” um nur ein Beispiel zu nennen) die die AG schlicht und einfach Geld kostet. Dies wirklich nur ein kurzer Auszug der Fehler von Wolfgang Dietrich.

Warum interessiert es die breite Masse nicht? Und hier schließt sich der Kreis, weil es über das Level “Unterhaltung am Samstag Nachmittag” hinausgeht. Damit will man nichts zu tun haben oder sich Gedanken darüber machen. Und da gebe ich mich eben keiner Illusion hin: dieser Teil wird immer größer werden. Aber ich bin froh und glücklich über meine kleine Blase – das kleine gallische Dorf des VfB Stuttgart.

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twofourtwo x 242 / 046: Sportlicher Neuanfang, aber richtig

Es gibt viel zu tun für die Herren Hitzlsperger und Mislintat. Unangenehme Gespräche mussten sie führen, laut Hitzelsperger. Dazu gehört auch, dass der ewige Kapitän – vermutlich kennen jüngere Fans gar keinen anderen – den VfB Stuttgart verlässt. Eine gute und nachvollziehbare Entscheidung. Es geht hier nicht um den Mensch Gentner, es geht um den Spieler Gentner. Dieser läuft seit langer Zeit dem sportlichen Geschehen hinterher und ist eines Kapitäns schon lange nicht mehr würdig. Sein Versuch die Ansammlung einzelner Spieler beim Bowling-Abend, mit einer Rede zur Lage der Nation, zu einer Mannschaft zusammenzubringen scheiterten grandios. Die Rede wurde vorzeitig abgebrochen, da keiner den Worten lauschen wollte. Enteiert von den Kollegen – by the way kein Ruhmesblatt für die Mitspieler.

Auch wenn er, wie viele jetzt einwerfen wollen, ein echter Roter ist und das heute nichts mehr wert sei. Nur echter Roter alleine ist halt keine Berechtigung auf dem Platz zu stehen, es sollte dazu einen sportlichen Mehrwert geben.

Nach Gentner wird wohl auch der Vertrag mit Aogo nicht verlängert. Die nächste sinnvolle Entscheidung. Der nächste Schritt die Mannschaft zu entreschken. Und da liegt noch ein langer Weg vor dem sportlich verantwortlichen Duo, bis der Kader soweit bereinigt ist, dass wieder eine Mannschaft auf dem Platz daraus wird. Weniger klangvolle Namen, aber dafür eine Mannschaft, die Bock auf Fußball hat. Für den nächsten sportlichen Neuanfang – leider in der zweiten Liga. Mit dem kompletten Neuanfang ohne Dietrich und Co wird es wohl dieses Jahr leider nichts.

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twofourtwo x 242 / 045: Wolle macht die Welt widde wie sie ihm gefällt

Man merkt es langsam deutlich, es geht auf die jährliche Mitgliederversammlung zu. Die Saison ist gespielt, der VfB abgestiegen und Millionen Euro sind in Neckar versenkt.

Aber alles halb so wild für Sonnenkönig Wolfgang und seine Gefolgschaft. Damit die MV nicht zum Fiasko wird, baut Dietrich über die Presse und die VfB PR-Abteilung seine Verteidigung und die Heiligsprechung für sich auf.

Mislintat und Hitzlsperger sprachen artig für ihren Vorgesetzten, der ja nicht auf dem Platz stand und für den Kader nichts kann. Natürlich kein Wort darüber, dass der von ihm installierte Reschke und durch den Aufsichtsrat nicht früher rausgeworfene Weinzierl einen großen Anteil an Abstieg haben.

Aber es wird noch besser, Dietrich inszeniert sich langsam als Märtyrer, der sich gerne in die erste Reihe stellt um zum Prellbock für den Pöbel zu dienen, an dem sich alle abarbeiten können. Selbstverständlich reagieren sich die ahnungslosen Vollidioten und die krakeelenden Fans nur an ihm ab, weil der Präsident ist und nicht weil er Dietrich ist. Dazu wird schon das Drohszenario aufgebaut, dass ohne ihn das Chaos droht, welche Sponsoren würden sonst, ohne den alles führenden König, noch mit dem VfB zusammenarbeiten wollen? Personelle Stabilität sei gerade jetzt wichtig.

Lassen Sie sich eines sagen Herr Dietrich, fünf Trainer und drei Sportdirektoren sind nicht personell stabil und Sie werden angegriffen, weil Sie Dietrich sind und für den Abstieg verantwortlich sind.

Und um seine Macht zu verteidigen wird der Ton bis zur Mitgliederversammlung noch deutlich rauer werden.

VfB

Abstieg. Dietrich’s Cut.

Drei Jahre. Zweiter Abstieg. Zugegeben, der zweite Abstieg nimmt mich mehr mit, als der Abstieg vor drei Jahren. Ich versuche das für mich (und euch) mal in den nächsten Zeilen zu klären. Vor drei Jahren hat sich der Abstieg über viele Jahre angekündigt und wir sind oft nahe, sehr nahe an der zweiten Liga vorbeigeschrammt. 2016 hatte es uns dann nach vielen Anläufen erwischt – nach sehr langem Siechtum. Mit dem für mich ersten miterlebten Abstieg war die Hoffnung da, dass sich der Verein ändern könnte und es einen wirklichen Neustart geben könnte. Wie wir alle wissen hat das aber überhaupt nicht funktioniert und vieles deutet nun mit dem zweiten Abstieg binnen drei Jahren auf eine düstere Zukunft hin.

Vor drei Jahren konnte man den Abstieg als Betriebsunfall abtun, man konnte sich neu ausrichten, neu organisieren und im Umfeld war ein Zusammenhalt zwischen Fan, Mannschaft und Verein zu spüren – ja es gab sogar die Ansätze einer (Zweitliga-)Euphorie. Zuschauerrekorde daheim und auswärts. Ja, es hat sich gut angefühlt in der Saison 2016/2017 und am Ende stand der Aufstieg. Und die ersten Schritte in der zweiten Liga, die ersten Entscheidungen, das Personal – es sah alles gar nicht ganz schlecht aus.

Zurück ins Jahr 2019. Noch mehr als vor drei Jahren war dieser erneute Abstieg, dieser Absturz – für mich – total zu vermeiden. Vielleicht nimmt es mich deswegen mehr mit, auch mit dem Wissen, dass ein erneuter Wiederaufstieg ein deutlich schwereres Unterfangen wird. Einerseits die Frage, ob man das Umfeld nochmals begeistern kann, andererseits weil mit Hannover 96, Hamburger SV und Nürnberg sich gleich mehrere „Schwergewichte“ um die ersten zwei Plätze streiten werden. Vor drei Jahren war es fast nur Hannover 96, mit denen wir um den Aufstieg gekämpft haben.

Es war zu vermeiden? Es war vorhersehbar? Ja, das war es und das hat nichts mit Besserwisserei zu tun. Nur alle kritischen Stimmen der Ultras, der Blogger, der Podcasts wurden abgetan. Irgendwo zwischen Erfolgsverweigerern, ahnungslosen Vollidioten, krakeelenden Fans wurden die kritischen Stimmen abgekanzelt. Angefangen von einem Präsidenten, der bei seiner Wahl einen Publizist als Drecksack bezeichnet und nicht im Ansatz, wie angekündigt, auf seine Kritiker zugegangen ist. Die Spaltung wurde durch einen populistischen Wahlkampf zur Ausgliederung weiter (bewusst) vorangetrieben. Wir, die Guten, die den Erfolg wollen und den auch bekommen werden. Die, die Bösen, die sich gegen den Erfolg stellen, die eben Erfolgsverweigerer und Ewiggestrige sind. Virtuelle Prügel gab es für die Kritiker genug – spannend wäre es zu sehen, wie viele Fähnchen hier sich mittlerweile im Winde gedreht haben. Ein Präsident der wahlweise von Top3 oder mal Top6 faselte – aber natürlich ist das Umfeld mit der hohen Erwartungshaltung an der ganzen Misere schuld – nicht wahr Herr Porth? Dazu eine lokale Presse die treu ihrem Präsidenten die Stange hielt und ja kein kritisches Wort schrieb und erst als alles den Bach runterging, wieder aus der Versenkung kam. Auch wenn hier andere Journalisten erst einmal die Vorarbeit leisten mussten und die Verstrickungen und Verfehlungen rund um das Thema Quattrex herausgearbeitet haben.

Die Warnungen der Ultras und dem Rest der bösen Kritiker vor Dietrich, der Ausgliederung und den vielen Millionen wurden weggebügelt. Heute stehen wir vor dem Scherbenhaufen einer von der Daimler AG initiierten Ausgliederung. Die von Dietrich großmaulig angekündigte Kontinuität gab es vermutlich nur auf seinem Konto, aber mit keiner Minute beim Personal an der Mercedesstraße. Drei Sportdirektoren, vier (bald fünf) Trainer. Damit konnte ja keiner rechnen, der sich zuvor mal mit Dietrich, seinem Führungsstil oder seinem (Mit-)Wirken bei den Stuttgarter Kickers informiert hatte. Alles mit Ansage.

Verantwortung wollte man zeigen, sagte Dietrich bei der Ausgliederung. Verantwortungslos im höchsten Maße war der Umgang mit dem Einmalgeld der Ausgliederung. Millionen verpulvert in die Gehälter für alternde Ex-Stars. So die Zahlen stimmen wird Mario Gomez bis zu 4,5 Mio im Jahr verdienen. In der zweiten Liga. Aber man konnte sich so prima mit der „der verlorene Sohn kommt heim“ Story schmücken und die Ja-zum-Erfolg-Sager auch entsprechend mit so einem Goodie glücklich machen. Schaut hin, das wäre ohne Ausgliederung nicht gegangen. Der von Dietrich installierte Reschke setzte Verträge auf, für die man ihn eigentlich noch rechtlich belangen sollte, wildeste Klauseln wurden hinzugefügt, die alle nur eines eint: sie sind alle zum Nachteil des VfB Stuttgart. Das ist alles so vereinsschädigend, dass es einem die Sprache verschlägt. Hier wurden wieder sämtliche Taschen von Beratern gefüllt, Vetterleswirtschaft betrieben, da kann der Kölsche Klüngel nur neidvoll nach Stuttgart blicken.

Aber natürlich hat Wolfgang Dietrich mit alldem nichts zu tun. Alles nicht seine Schuld. Er schaffte es ja neulich schon, sich von jeder Schuld freizusprechen. Nur so kommst du nicht aus der Nummer raus, dieser zweite Abstieg ist genau deine Arbeit, es ist der Abstieg – Dietrich’s Cut.

Und um keine Triologie daraus zu machen, müssen einige Herren aus dem Aufsichtsrat und Freundeskreis auch noch ihre Hüte nehmen. Dietrich war ihr Kandidat für das Präsidentenamt, auch um die Ausgliederung durchzudrücken. Es ist eure Verantwortung! Aber nein, Daimler stellt sich am heutigen Mittwoch über eine Pressemitteilung hin, dass man natürlich auch in der schweren Zeit zum VfB steht und man volles Vertrauen in die Gremien und den Präsidenten hat. Natürlich, eine Krähe sticht der anderen nicht das Auge aus. Es ist ja ihr Kandidat und mit einer Abkehr von Dietrich würden sie sich ihr Versagen eingestehen. Porth ist es in der Mitteilung auch nicht zu peinlich die „Zusammenhalt“ Nummer zu spielen. Mit euch wird es kein wir geben. Vergesst es.

Da diese Herren immer noch ihr Unwesen treiben und nie den VfB über ihre eigenen Egos stellen werden, deswegen sehe ich die Zukunft dunkler, wie noch vor drei Jahren. Sie sind dafür verantwortlich, dass wir ein zweites Mal in kurzer Zeit abgestiegen sind, übernehmen keinerlei Verantwortung dafür. Wie soll man da noch hoffnungsvoll in die Zukunft blicken?

Der zweite Abstieg hinterlässt bei mir eine große Leere und Trauer, gepaart mit Wut auf diese Vetterleswirtschaft – weil es keine Hoffnung auf Besserung gibt.

R.I.P. VfB!

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twofourtwo x 242 / 044: Dietrich raus!

Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus! Dietrich raus!

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twofourtwo x 242 / 043: Wie wenig Fingerspitzengefühl kann man haben? Meine Frage!

Der VfB und das Marketing werden diese Saison vermutlich keine großen Freunde mehr. Die unsägliche „Wir sind Stuttgart“ Kampagne mit Caro & Stefan und vielen anderen unfassbar austauschbaren Motiven. Eine Kampagne so emotionslos wie die Spieler auf dem Platz.

Jetzt spielst du also deine schlechteste Saison, seit dieser unserer Herzensverein in der Bundesliga spielt. 28 klägliche Punkte stehen auf dem Konto, es folgt die Relegation. Und dann sitzen da Leute im Marketing des VfB Stuttgart und denken sich „geil, lass uns mal so einen Fanschal für die Relegationsspiele machen“. Die Dinger, die man von großen Spielen in der Champions League oder nicht ganz so großen Spielen in der Europa League kennt. Ja, DFB-Pokalfinale meinetwegen noch. Klar, was lag da näher, dass auch für den Relegationspokal zu machen. Wer will nicht noch in ein paar Jahren an diese großen Fußballabende erinnert werden? An diese beschissene Saison.

Ich verstehe ja nix von Marketing, aber es muss doch einen vernünftig denkenden Menschen da unten am Wasen geben, der sagt „ne, lasst mal, das ist keine gute Idee nach der Saison die Relegation noch zu vermarkten“. Auch nach dieser katastrophalen Saison, so ein bisschen Fingerspitzengefühl, so ein bisschen Empathie sich in die Fans reinzuversetzen, das sollte doch bei irgendeinem in der Geschäftsstelle vorhanden sein. Gut, bei dem Vorgesetzten kann man natürlich für nichts mehr garantieren.

Und nein, ein T-Shirt mit „Relegationssieger“ oder einem ähnlich dämlichen Aufdruck braucht auch keiner. Denkt verdammt nochmal nicht nur eine Sekunde darüber nach!

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twofourtwo x 242 / 042: Verblendet

Manchen Menschen fehlt ja so ein bisschen die Fähigkeit, sich selbst und sein Tun halbwegs realistisch einzuschätzen. Und dann gibt es Wolfgang Dietrich. Der kann nichts davon.

Am Sonntag war Dietrich bei Sport im Dritten zu Gast und konnte seine Sicht der Dinge erzählen. Da Moderator Antwerpes nicht dafür bekannt ist, zu viel und vor allem zu kritisch nachzufragen, könnte die Märchenstunde von Onkel Wolle beginnen. Beim nächsten Mal würde ich mir Lennert Brinkhoff als Moderator wünschen, aber vermutlich wäre Dietrich dann nicht in die Sendung gekommen.

Kurz die Aussagen zusammengefasst: er hat alles richtig gemacht.

Etwas ausführlicher. Die schlechteste Saison, die der VfB jemals in der Bundesliga gespielt hat, mit den größten Investitionen, die je getätigt wurden. Eine Delle. Dem Kader von Schindelmeiser traute man einstimmig nicht die Bundesliga zu. Dieses sportliche versierte Gremium konnte natürlich den super Kader von Reschke und vor allem die schlechteste Saisonvorbereitung von Korkut exakt richtig einschätzen. Bevor ich es vergesse, natürlich musste auch unbedingt der 7. Platz erwähnt werden. Ohne den geht es nicht, wenn Dietrich sich lobpreisen muss. Hannes Wolf? Hat sich selbst entlassen. Und natürlich verdient er nichts am sportlichen Erfolg von anderen deutschen Vereinen. Das Handelsregister beugt hier eindeutig die Wahrheit, nur weil dort immer noch sein Name zu finden ist. Auch im Abstiegsfall würde er bleiben, weil Schiff selbst versenken und gehen ist natürlich keine Option.

Wie verblendet kann ein Mensch sein? Jeder normale Mensch würde reflektieren können und den VfB verlassen.

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twofourtwo x 242 / 041: Nur eine Bitte

Wir spielen mit Abstand die schlechteste Saison, die der VfB Stuttgart jemals in der Bundesliga hatte. 27 magere Punkte stehen auf dem Konto, vielleicht kommen noch maximal drei Punkte dazu. Dann ist es immer noch eine lächerlich schlechte Saison. Dass der VfB überhaupt noch die Chance hat damit die Klasse zu halten, in die Relegation darf – es ist sportlich ein Witz und auch sehr unverdient.

Aber durch das 3:0 gegen Wolfsburg bekommt die Mannschaft die Chance, über den Umweg Relegation, in der Bundesliga zu bleiben. Und ich kann euch Spielern nur sagen: nutzt verdammt nochmal diese letzte Chance. Ihr seid dann nicht von Kritik befreit und es ist nicht alles gut danach. Um diese letzte Chance zu nutzen, müssen alle – absolut alle Spieler – sich noch einmal zwei Wochen am Riemen reißen. Alle persönlichen Befindlichkeiten, alles was einem „auf den Sack geht“ (Grüße an Christian G.), wirklich alles muss dieser Chance untergeordnet werden. Ihr habt den Verein in die Situation gebracht, ihr habt einen großen Anteil an der Misere, ihr könnt immerhin noch den Abstieg vermeiden. Drei Spiele noch. Konzentration, Wille, Einsatz – mit einem Spiel wie gegen Wolfsburg ist das machbar. Die Frage warum so eine Leistung nicht öfters abgerufen wurde, ist damit nicht beantwortet. Ich hoffe Hitzlsperger und Mislintat werden diese Frage richtig beantworten bzw. die richtigen Schlüsse aus der Antwort ziehen.

Meine Bitte: Noch drei Spiele die berühmten 110 Prozent bringen und falls ihr noch einen Impuls braucht – ich schaue gerne bei euch vorbei.