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twofourtwo x 242 / 016: Von richtigen Zeitpunkten

Wir VfB-Fans kannten das Gefühl ja schon gar nicht mehr. Ein Tor, noch ein Tor und am Ende sogar ein Sieg auf dem Konto. Dieser Sieg kam natürlich genau zum richtigen Zeitpunkt, aus vielen Gründen. Nachdem sich Hannover, Düsseldorf und der VfB die letzten Wochen überboten hatten, wer sich dämlicher anstellt um am Ende der Tabelle zu stehen, war am 11. Spieltag gemeinsames Gewinnen angesagt. Kurz und gut, ohne einen VfB-Sieg wäre der Abstand zum rettenden Ufer doch schon etwas bedenklich geworden. Nach den zu starken Gegnern der letzten Wochen kam Nürnberg auch genau zum richtigen Zeitpunkt. Die Stimmung in der Mannschaft, so wurde es ja immer wieder beteuert, war trotz der Tabellensituation noch intakt, auch wenn man da anderes hören konnte. Für das Seelenheil der Mannschaft kam dieser Sieg also wohl auch zum richtigen Zeitpunkt, bevor es hier noch mehr zu kitten gibt.

Hoffentlich auch zum richtigen Zeitpunkt, dass einige Führungsspieler langsam einmal merken, dass sie einerseits verzichtbar sind und sich nun wieder durch Leistung beweisen müssen, um wieder in die Startelf zurückzukehren. Badstuber und Castro dürfen sich hier angesprochen fühlen. Wenn wir jetzt noch Gentner, aber lassen wir das…

Natürlich war der Sieg nicht grandios, natürlich war es keine spielerische Befreiung, das konnte aber auch keiner erwarten. Aber man hatte das Gefühl, dass Weinzierl die Mannschaft gut auf Nürnberg eingestellt hatte und die Jungs mit dem Brustring endlich mal 90 Minuten auf dem Platz waren. Es geht voran, in ganz kleinen Schritten.

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twofourtwo x 242 / 012: Der einfache Trainerwechsel

Nein, es geht nicht darum, dass der Trainerwechsel einfach war, also der Weg von Korkut zu Weinzierl. Es geht um den einfachen Fußball oder das was Spieler des VfB Stuttgart als einfachen Fußball ansehen. Nach dem Wechsel von Hannes Wolf hin zu Tayfun Korkut war der erfahren Dennis Aogo froh darüber, dass der neue Trainer die Spieler (oder ihn) nicht mehr mit Informationen überfrachtete. Also irgendwie doch einfacher Fußball, weniger Anweisungen, weniger Taktik, mehr reduziert auf das Wesentliche. So konnte man das rauslesen. Nun ist Korkut Geschichte und Markus Weinzierl neuer Trainer. Nun steht der nächste erfahrene Spieler auf der Matte, bei diesem Trainerwechsel ist es Andreas Beck, der meinte man müsse zu den Basics, zu dem einfachen Spiel zurück.

Wenn Korkut den Fußball laut Aogo schon einfacher machte, wie einfach muss ihn dann Weinzierl machen, dass einige Spieler irgendwas auf Dauer damit anfangen können. Natürlich gibt es einen Trainerwechseleffekt, die Spieler wollen und müssen sich wieder im Training beweisen. Das ist menschlich und auch ein verständlich. Aber wieso braucht gefühlt die halbe Mannschaft alle sechs bis neun Monate einen neuen Trainer, der ihn den Fußball wieder einfach macht, der sie zu den einfachsten Fußballtugenden zurückbringt? Ich möchte gar keine Vergleiche zu anderen Berufsgruppen ziehen, nur sollte ich doch von einem Fußballprofi erwarten können, dass grundlegende Fähigkeiten nicht ständig neu in Erinnerung gerufen werden müssen. So viel Schuld Korkut an der Misere hatte, die Mannschaft hat mal wieder ihren Teil dazu beigetragen.