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twofourtwo x 242 / 015: Warum die Ausgliederung nachwirkt

Verfügbares Geld und der VfB – eine verhängnisvolle Geschichte. Die Ausgliederung ist ein perfektes Beispiel dafür. Zuvor wurden Transfers für junge Spieler bis 5-6 Mio getätigt. Geld wurde behutsam ausgegeben, einige Transfers standen nie zur Debatte, weil sie zu teuer gewesen wären. Nach der Ausgliederung war nun (Spiel)geld da und das wurde großzügig in Spieler investiert, die sich der VfB ohne Ausgliederung sicher nicht leisten könnte. Beck, Badstuber, Aogo, Gomez, Didavi, Castro. Teilweise mit Ablöse, teilweise ohne – alle eint das großzügige Gehalt. Und eine Abkehr vom eingeschlagenen Weg. Dieser Weg hatte sich für die meisten Fans in der zweiten Liga sehr gut angefühlt. Man fühlte sich mit der Mannschaft mehr verbunden wie in den Jahren zuvor. Auf dem Platz hat die Mannschaft eigentlich auch ganz gut funktioniert. Und dann wurde dieses Konzept dank Ausgliederung und dem Wechsel zu Reschke wieder mal geändert. Mittelfristig wurde mal wieder mit kurzfristig getauscht – man hatte schließlich „Ja zum Erfolg“ gesagt.

Spielglück und eine fitte Mannschaft hat in der Rückrunde einen Hauch von kurzfristigem Erfolg gebracht, spielerische Mängel aber gekonnt überspielt. Jetzt sind die Erfahrenen leider ein Gesicht der Misere. Zu langsam auf dem Platz und im Kopf. Ja, die Jungen stehen auch neben sich. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass man mit dem Vor-Ausgliederungs-Konzept besser dastehen würde – auch finanziell.

Deswegen glaube ich, dass die Ausgliederung auch mitverantwortlich an der aktuellen sportlichen Misere ist, weil man für den vermeintlichen Erfolg, das vorhandene Konzept über den Haufen geworfen hat.