Thank you for the music…
Ich hatte seit langem mal wieder das Vergnügen in ein Musical zu gehen. Das letzte Mal war vor über zehn Jahren in Bochum bei Starlight Express und es war absolut schrecklich. Bekloppte Amischauspieler, die versuchen deutsch zu singen, das ging einfach voll in die Hose. Naja, nun also “Mamma Mia”, das ABBA-Musical. ABBA – eine große Band, ein sehr große Band! Welche Band hat schon eine Greatest Hits Platte wo wirklich nur Greatest Hits drauf sind und auch wirklich alle Greatest Hits sind. Queen vielleicht auch noch – okay. Beatles. Ja gut. Okay es gibt noch ein paar – aber es sind wenige…
Also, die Geschichte ist schnell erzählt. 20jährige Tochter einer alleinerziehenden Mutter will heiraten, weiß aber nicht wer der Vater ist. Stöbert im Tagebuch der Mutter und findet drei potentielle Väter. Die werden zur Hochzeit eingeladen und dann gibt es Problemchen aller Art und am Ende haben sich alle ganz doll lieb. Sehr wertvoll… Nun zur Musik. Nun gut, ABBA-Lieder zu übersetzen ist schwer, sehr schwer und manchmal auch nicht so ganz geglückt. Sie wurden ja auch nicht nur übersetzt, sondern eben zum Kontext des Stücks geschrieben. Also eigentlich neue Lieder auf ABBA-Melodien. Brrrr. Nicht so schön. Und leider sind auch viele Stimmen der Sängerinnen und Sänger ganz einfach an den Originalstimmen zerbrochen. Ist auch kein leichtes Unterfangen, die Schweden nachzusingen. Es war nicht so schlimm wie gedacht, aber nochmal – neee lieber nicht. Vielleicht klappt das irgendwann mit der Reunion-Tour von ABBA, war mal vor Jahren angedacht, aber sie hatten wohl noch genug Geld
Das Beste war am Ende das im Original gesungene “Waterloo”. So hätte meinetwegen das ganze Musical sein können. Keine Story, nur schöne ABBA-Lieder im Original. Hach… Naja, schade. Trotzallem – besten Dank den edlen Spendern der Karte!





