Hat eigentlich schon jemand mal ausgerechnet wie oft Fußball-Moderatoren, -Reporter, -Experten und -Pseudoexperten das Wort “ausgerechnet” in einen Spielbericht, einen Live-Kommentar oder sonst wo einfliessen lassen? Sehr oft, ohne das jetzt näher überprüft zu haben. Es ist erstaunlich wie der Einsatz dieses Wortes überstrapaziert wird. Gestern fiel mir das wieder auf, als ich in einem Nachrichtenmagzin hören durfte, dass der FSV Mainz “ausgerechnet” beim VfB Stuttgart verloren hatte. Und da fiel mir wieder auf wie unnütz dieses Füllwort ist und wie inflationär es doch verwendet wird. Sicher steht Mainz in der Tabelle mehr als deutlich vor dem VfB, aber einerseits spielte Mainz die Hinrunde wohl eher ein bisschen über seinen Verhältnissen und Stuttgart ein wenig unter seinen Verhältnissen. Man kann natürlich nicht erwarten, dass mittelmäßig interessierte Moderatoren sich mit solchen Details auseinandersetzen, schön wäre es gewesen, dann hätte uns dieser Einsatz des Wortes “ausgerechnet” wenigsten erspart bleiben können.
Neben solchen eher überraschenden Einsätzen von ausgerechnet, gibt es natürlich die Klassiker, wenn ein Spieler wie Mesut Özil z.B. gegen die Türkei beim 3:0 trifft. So schnell konnte man im Bullshit-Bingo gar nicht “ausgerechnet” ankreuzen wie der nette Reporter das Wort schon ausgeworfen hatte. Und jedes Mal, wenn ein Spieler den Verein wechselt, dann gegen seinen Ex-Verein auf dem Platz steht ein Tor schiesst dann kommt so sicher wie das Amen in der Kirche “ausgerechnet”. Wahlweise natürlich auch wenn er einen Ex-Kollegen umholzt und mit Rot vom Platz fliegt. Das gleiche Szenario gilt auch für Ex-Trainer, die auf ihre ehemaligen Vereine treffen. Und da das bei den vielen Wechseln von Spieler und Trainern in der Bundesliga mit Sicherheit bei jedem Spiel zutrifft wie ich ausgerechnet habe, wird das Wort auch jedes Mal gnadenlos eingesetzt.

Wie früher mit ungefähr zehntausend anderen Fans. Aber dafür ist der Rasen so gut wie frei. Tja Bern, so läuft das.

Wie seinerzeit gegen Dortmund. Ein absolut schöner Fußball Nachmittag.
Edit: auch mit etwas Abstand – es bleibt ziemlich unglaublich so ein 7:0 gegen Borussia Mönchengladbach. Immerhin die letzten zwei 7:0 Siege live im Stadion gesehen – hat doch was!
Mal ehrlich, Paris ist ne schöne Stadt, ganz viele tolle Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm, die Pariser Oper, Musée du Louvre, Avenue des Champs-Élysées, Centre Pompidou, Notre-Dame, Pont Neuf, place de la Concorde, Palais du Luxembourg, Arc de Triomphe und und und. Alles super, aber das Highlight gibt es meiner Meinung nach in vermutlich sehr unregelmäßigen Abständen am Eiffelturm zu sehen:

Was will man mehr – Forza VfB!
Ich weiß nicht ob es so etwas generell gibt, aber im Fußball gibt es das auf alle Fälle, vor allem natürlich wenn es um den VfB geht. Seit Jahren wird bei dem Verein, wenn man so auf den Großteil der Stimmen hört, alles aber auch wirklich alles falsch gemacht. Meisterschaft und die dreimalige Teilnahme in der Champions League in den letzten Jahren können wirklich nur auf Glück zurückzuführen sein, weil die Versager von dem Verein ja doch überhaupt keine Ahnung haben. Bei den VfB-Fans scheint das Gras auf der anderen Seite wirklich immer verdammt viel grüner zu sein. Beim manchen “Fans” stellt man sich wirklich die Frage, warum sie den für den VfB sind, wenn dort wirklich alles so schrecklich ist. Die wären als Konsumenten bei den Bayern oder Hoppenheim wirklich viel besser aufgehoben.
Eigene Spieler werden beschimpft als die größten Handlampen, die das Fußballuniversum jemals gesehen hat, Neuverpflichtungen die größten Nullen, bevor diese auch nur eine Sekunden die Fußballschuhe für den neuen Verein geschnürt haben. Ich weiß nicht, ob das ein Schwabenphänomen ist oder ob andere Fußballvereine auch mit solchen Unsitten zu kämpfen haben. Mir geht es gelinde gesagt einfach gegen den Strich, dass viele hier von Anfang an wirklich keine faire Chance erhalten. Wie z.B. der Neuzugang Philipp Degen – natürlich hat er weder bei Dortmund und noch in Liverpool überzeugt – aber wer sagt uns denn, dass es nicht vielleicht beim VfB klappt? Gutes Beispiel auch Christian Molinaro, über dessen Verpflichtung in der Winterpause gespottet wurde – wer war nochmal laut kicker der beste Linksverteidiger der Rückrunde?
Natürlich ticken nicht alle VfB-Fans so, aber leider sehr viele – nun man kann sich die Fans seines Vereins nicht aussuchen, ich werde wohl weiter damit leben müssen, dass unser Klepperlesverein von der Mercedesstraße immer und alles falsch macht. Laut Grundtenor in diversen Foren spielen wir diese Saison mal wieder gegen den Abstieg oder sind quasi schon abgestiegen – na dann freu ich mich doch wieder auf den Abstiegsplatz der uns ins internationale Geschäft führt.
Lieber Fußballgott, schenke diesem Verein mal neue Fans!

Das sieht noch alles sehr komisch aus und genau so fühlt es sich auch an. Ein Jahr lang 16 Sitze zum Abgrund…